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Sanierung wegen Bodenwellen: Die Weßlinger Umfahrung wird vom 17. bis zum 20. Juni gesperrt. 

Umfahrung Weßling

Umfahrung für vier Tage dicht

  • Hanna von Prittwitz
    vonHanna von Prittwitz
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Seit einem knappen Jahr gilt auf der Weßlinger Umfahrung Tempo 70. Der Grund sind Bodenwellen. Nun wird die Straße neu asphaltiert. Dafür sperrt das Staatliche Bauamt Weilheim die Straße vom 17. Juni bis voraussichtlich zum 20. Juni komplett.

Weßling – Üblicherweise macht die Weßlinger Umfahrung im Zusammenhang mit Amphibien Schlagzeilen. Doch im Sommer 2019 sorgten auch noch Bodenwellen im Asphalt für Ärger (wir berichteten). Wie sie entstanden sind, ist unbekannt. Nun lässt das Staatliche Bauamt die gesamte Strecke neu asphaltieren. Und sperrt die Straße dafür vollständig.

Im Frühjahr 2019 hatte das Staatliche Bauamt noch versucht, die Schäden über eine Teilsanierung in den Griff zu bekommen. Doch die Blasen kehrten zurück. „Die Ursache kennen wir nicht“, sagte damals der zuständige Mitarbeiter Rafael Zuber. Weil sich zwischen den Bodenwellen Wasserlachen bilden können, die gefährliches Aquaplaning verursachen, erließ die Behörde Tempo 70.

„Wir haben noch abgewartet, wie sich die Blasen entwickeln. Aber jetzt erneuern wir den Asphalt“, sagte am Freitag Rainer Pittrich in Vertretung von Silke Schweigler, Bereichsleiterin Straßenbau im Staatlichen Bauamt. Die Blasen würden abgefräst, eine neue Decke wird aufgebracht. Dies soll in einem Stück geschehen, das macht die Vollsperrung nötig. „Wenn wir erst die eine und dann die andere Fahrbahn erneuern, entsteht in der Mitte eine Naht, die wiederum Feuchtigkeit einlassen könnte. Das wollen wir vermeiden.“ Schon die Blasen haben sich vermutlich durch Feuchtigkeit gebildet, die an mehreren Stellen eingeschlossen worden war. Dadurch bildeten sich bei Hitze Überdruck und dann Wasserdampf, der nicht entweichen konnte. Die Gefahr von so genannte Blow-ups, bei denen die Straße plötzlich aufreißt, bestand jedoch zu keiner Zeit, das hatte das Bauamt stets versichert. Blow-ups entstehen nur bei Beton.

Bis zum kommenden Montag, 8. Juni, entscheiden nun die Behörden, wie sie den Verkehr umleiten werden. Die Umleitung der Busse steht bereits fest, wie das Landratsamt Starnberg am Freitag mitteilte. Demnach fährt die Regionalbuslinie 921 ab Etterschlag über Steinebach zum S-Bahnhof Steinebach. Dort besteht Anschluss an die S8 Richtung Weßling/Gilching. Die Haltstellen „Etterschlag Süd“, „Weßling, Max-Doerner-Weg“ und „Weßling (S)“ werden nicht angefahren. Die Buslinie 921 V fährt ab Etterschlag über Steinebach und Weßling ohne Zwischenhalt zum Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasium. Dabei fährt der Bus ab Etterschlag über die Etterschlager Straße und Staatsstraße 2348 bis kurz vor Seefeld und dann über die Staatsstraße 2068 weiter nach Weßling. Damit entfallen die Haltestellen „Etterschlag Süd“ und „Weßling (S)“. Durch die geänderte Linienführung kommt es in jeder Richtung zu einer verlängerten Fahrtzeit von etwa fünf bis sechs Minuten.

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