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An den Gruben liegt das zu Weßling gehörende Gebiet, auf dem der AWISTA seine Umladestation bauen möchte. 

Es bleibt aber beim Standort Mischenried

AWISTA räumt Panne bei Verfahren zu Umladestation ein

Wegen einer Panne beim Standortvergleich für die vom AWISTA geplante Umladestation ist das Verfahren wiederholt worden. Das beauftragte Büro hatte schlicht übersehen, dass die favorisierte Fläche bei Mischenried im Landschaftsschutzgebiet liegt.

Weßling/Gilching– Wegen einer Panne beim Standortvergleich für die vom AWISTA geplante Umladestation ist das Verfahren wiederholt worden – mit dem gleichen Ergebnis, nämlich dass Mischenried (An den Gruben auf Weßlinger Gebiet) der bessere Standort ist. Faktisch ändert die Wiederholung also nichts, die wegen eines Versehens nötig geworden war – beim AWISTA war übersehen worden, dass die Flächen zwischen dem Areal des Entsorgungskonzerns Remondis und der A 96 im Landschaftsschutzgebiet liegen.

Der AWISTA sprach in einer Pressemitteilung gestern Abend von einem „unglücklichen Büroverschulden“. Vorstand Peter Wiedemann übernahm die Verantwortung: „Das nehme ich auf meine Kappe.“ Allerdings fiel der Fehler auch an anderen Stellen nicht auf. Sofort nach der Entdeckung wurde das Fachbüro um eine erneute Auswertung der Standorte gebeten unter Berücksichtigung des Landschaftsschutzgebietes. Das Schutzgebiet hatte nur Folgen für Mischenried, es machte den Standort nach den Kriterien etwas ungeeigneter. Das neue Ergebnis, wie es der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens gestern bestätigte: Der Standort Mischenried hat 51 Punkte, Oberbrunn wie bisher 40. Nach der ersten Bewertung (ohne Landschaftsschutzgebiet) hatte Mischenried rund zehn Punkte mehr. Der Schutzstatus wirkte sich auf mehrere Untersuchungskriterien (Ökologie, Nutzbarkeit, Standortumfeld und Risiken) aus.

Zu einer zeitlichen Verzögerung kommt es durch die Neubewertung nicht. Wiedemann kündigte an, unter www.awista-starnberg.de/wdz/ den Bericht demnächst zu veröffentlichen. Die Gemeinde Weßling muss nun einen Antrag auf Herausnahme der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet stellen, worum sie der Verwaltungsrat gestern gebeten hat. Über die endgültige Herausnahme wird der Kreistag entscheiden.  ike

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