Bauherr und Projektleiter: Weßlings Bürgermeister Michael Sturm (l.) und Florian Zarbo, Vorstand des Kommunalunternehmens.
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Bauherr und Projektleiter: Weßlings Bürgermeister Michael Sturm (l.) und Florian Zarbo, Vorstand des Kommunalunternehmens.

Grundschulneubau in Weßling

Zarbo, übernehmen Sie

  • Hanna von Prittwitz
    VonHanna von Prittwitz
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Weßling – Beim Bau der neuen Grundschule in Weßling läuft’s: „Wir sind im Plan, auch hinsichtlich der Kosten“, freute sich Bürgermeister Michael Sturm in einer Sondersitzung des Gemeinderats am Mittwochabend. Diese hatte fast etwas Historisches: Denn in Zukunft liegt die Projektleitung für das Vorhaben am Meilinger Weg in der Hand von Florian Zarbo.

Zu Beginn der Sitzung gab es aber erst mal Blumen und Dankesworte für den ehemaligen Gemeinderat Roland von Rebay. Dieser hatte das Schulhaus-Projekt 2017 im Anschluss an sein Engagement für den Bau der Umfahrung in Angriff genommen. Gemeinsam mit Sturm, der damals Vizebürgermeister war, gründete er die Lenkungsgruppe im Gemeinderat. Von da an wurde zwar auch endlos diskutiert, aber das Projekt kam in Schwung. Zeit wurde es – seit mehr als 20 Jahren sprachen die Weßlinger über den Neubau einer Grundschule. Von Rebay blickte nun ein bisschen wehmütig zurück: „Es war auch eine sehr schöne und intensive Zeit“, sagte er gestern dem Starnberger Merkur. Florian Zarbo wird er als Berater bei Bedarf zur Seite stehen.

In Zukunft laufen alle Fäden bei Zarbo zusammen, Bauherr ist die Gemeinde. Die technische Leitung liegt in den Händen von Matthias Riederer aus Seefeld, Verkehrsthemen bearbeitet die Breiter Hoch- und Tiefbau Projektberatung aus Gräfelfing. Im Boot sind zudem wie gehabt die Architekten Hess/Talhof/Kusmierz. Zarbo freute sich über ein „sehr kompetentes und gutes Team“, das er in den vergangenen Tagen schon kennengelernt habe.

Auch Sturm war guter Dinge. Dabei hatte es zu Beginn der Bauarbeiten natürlich schon Probleme gebeben. Für die Isolierung des Bodens fehlte Baustoff. „Wir mussten ein anderes Material nehmen, dafür musste die Statik neu berechnet werden.“ Mit großem Einsatz aller Beteiligten habe man weiterarbeiten können. Dass das Schulhaus aus Holz errichtet werden soll, macht Sturm noch keine Sorgen. „Auch da werden wir hoffentlich Glück haben durch eine rechtzeitige Ausschreibung.“ Der Kostenrahmen werde derzeit eingehalten: Die Schule ist mit rund 14 Millionen Euro veranschlagt, die zusätzlich genehmigte Reserve beträgt 1,75 Millionen Euro.

Zum Thema Dachaufbau gab es dann aber doch noch eine Diskussion. Denn über eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach muss die Gemeinde bald eine Entscheidung treffen. Wie von Rebay gestern erklärte, hat sie drei Möglichkeiten. „Entweder wir decken nur den Eigenbedarf. Oder wir belegen die südliche Hälfte und speisen ein. Oder wir decken das komplette Dach. Da ist die Stromleistung mit 200 kWp erheblich.“ Letztere Option ist zwar zeitgemäß – aber am teuersten. Für sie hat sich der Gemeinderat dennoch ausgesprochen. Derzeit wird geprüft, wie sich das wirtschaftlich umsetzen lässt.

Rasso von Rebay (FW) pochte auf eine Zielvorgabe, er sei nicht zufrieden mit diesem „wahnsinnigen Optimismus“. Er habe schon vor einem Jahr Vorschläge gemacht, im Anschluss jedoch seien die Preise durch die Decke gegangen. „Wir müssen vorher wissen, was wir wollen. Der Architekt muss eine deutlich günstigere Lösung vorlegen.“ Roland von Rebay sah jedoch keinen Grund zur Sorge: „Wir haben einen guten, erfahrenen Architekten. Geben wir ihm den Vertrauensvorschuss.“

Um in der Dachplanung weiterzukommen, findet am 28. Juli eine Besprechung statt. In einer Sondersitzung am 31. August soll der Gemeinderat entscheiden.

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