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Die Telekom hat einen Mobilfunkmast in Weßling abgebaut, der neue funktioniert aber noch nicht. (Symbolbild)

Seit zehn Tagen funktioniert der Mobilfunkmast nicht mehr

Weßling im Funkloch: Anlieger verärgert, Telekom schweigt

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Seit zehn Tagen funktioniert in Weßling der Mobilfunkmast der Telekom nicht mehr. Ein Problem, das womöglich noch bis Anfang Oktober andauert.

Weßling – „Kein Netz.“ Diesen Hinweis bekommen Telekom-Kunden derzeit des öfteren, wenn sie in Weßling mit ihrem Handy telefonieren wollen. Seit etwa zehn Tagen funktioniert das D1-Netz im Ort nicht mehr.

„Man hat de facto keinen Empfang mehr“, ärgert sich Verleger Anton G. Leitner im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Seine Ehefrau Dr. Felizitas Leitner, die in Weßling eine Allgemeinarztpraxis hat, brachte das Thema am Dienstagabend mit drastischen Worten auch in den Gemeinderat. „Es ist ein Skandal, dass die Gemeinde noch nicht einmal informiert wird“, sagte die parteilose Gemeinderätin, die der Fraktion CSU/BG angehört.

Hintergrund der Sache: Bislang gab es einen Mobilfunkmast auf dem ehemaligen Gasthof „Zur Post“ an der Hauptstraße. Weil das Gebäude abgerissen werden soll, ist der Telekom-Mast mittlerweile abgebaut. An einer anderen Ecke des „Post“-Grundstücks hat die Telekom in der Zwischenzeit zwar einen neuen temporären Mast errichten lassen – angeschlossen ans Netz ist dieser bislang aber noch nicht.

Worin dabei die Probleme liegen, wann es erledigt sein soll, darüber schweigt sich die Telekom in der Öffentlichkeit aus. Trotz mehrfacher Anfrage des Starnberger Merkur war das Unternehmen bislang nicht in der Lage, dazu Auskunft zu geben. Auch das Ehepaar Leitner ist bei seinen Recherchen nicht weiter gekommen. Er habe mehrfach mit der Telekom gesprochen, den Umgang mit ihm als Kunden aber als „unterirdisch“ empfunden, sagt Anton Leitner. Von einem „skandalösen Umgang“ berichtete gar Felizitas Leitner im Gemeinderat. Das fehlende Telekom-Netz könne im schlimmsten Fall sogar dazu führen, dass Notrufe nicht die Arztpraxis erreichten, sagte sie.

Ihr Gemeinderatskollege Roland von Rebay (parteifrei) hatte dagegen mehr Glück. Er hat sich direkt an den Telekom-Vorstand gewandt – und Auskunft bekommen. „Es habe zunächst Probleme mit dem Mast gegeben und nun mit dem Netz“, gibt er die Antwort wieder. „Wenn wir Pech haben, könne das noch bis 2. Oktober dauern.“ Zwar habe sich die Telekom bei ihm „wahnsinnig entschuldigt“ aber: „Ich denke nicht, dass sie sehr viel früher fertig wird“, sagt von Rebay.  

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