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Polizeieinsatz

Junge Tennisspieler mit Axt bedroht

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Die Polizei hat einen psychisch kranken Mann in Gewahrsam genommen, der mit Gewalt- und Morddrohungen jugendliche Tennisspieler erschreckt hat. Der Mann sitzt in einer psychiatrischen Einrichtung.

Weßling – Der Vorfall hat sich bereits am Mittwochnachmitag um 17.20 Uhr zugetragen, so ist es dem knappen Bericht der Herrschinger Polizei zu entnehmen. Auf dem Tennisgelände des Sportclubs Weßling trainieren Kinder. Mit dabei seien zwei Väter gewesen. Ein Zaungast ist ein, wie sich später herausstellt, 51-jähriger Mann aus dem Weßlinger Ortsteil Oberpfaffenhofen. Ohne ersichtlichen Grund beginnt dieser Mann plötzlich, die Kinder, die aus Gauting und Windach stammen sollen, anzupöbeln. Er wird, wie es weiter im Polizeibericht heißt, des Platzes verwiesen.

Es dauert nicht lange, bis der 51-Jährige wieder auftaucht. Er setzt sogleich seine Pöbeleien fort. Und um seinen Drohungen Nachdruck zu verleihen, schwenkt er eine Axt. Er droht den Kindern, sie „kalt zu machen“, zitiert die Polizei die Beteiligten. Eine Merkur-Leserin aus dem Umfeld der Tennisspieler berichtet uns, diese Drohung habe der Mann ergänzt um die Ankündigung „und esse euch morgen zum Frühstück“.

Tennisspieler retten sich in benachbartes Haus

Die Tennisspieler verlassen fluchtartig die Anlage. Einige von ihnen suchen in einem nahe gelegenen Wohnhaus Zuflucht. Der Hausbesitzer lässt sie herein und verständigt die Polizei, nachdem er von dem Vorfall erfahren hat. Der Angreifer hatte sich derweil aus dem Staub gemacht. Die alarmierte Polizei trifft ihn zu Hause an – er ist für die Beamten kein Unbekannter. Sie nehmen ihn in Gewahrsam und bringen den 51-Jährigen in eine psychiatrische Klinik. Der Mann aus Oberpfaffenhofen soll schon mehrmals als gewalttätig aufgefallen sein, weiß die Merkur-Leserin. So soll er am Weßlinger See Menschen mit einem Messer bedroht haben.

Völlig überrascht reagierte die Geschäftsführerin des Sportclubs Weßling, Carola Palm, als unsere Redaktion sie am Freitag auf den Vorfall angesprochen hatte. „Davon habe ich gar nichts mitbekommen“, erklärt sie. Sie verweist an den zuständigen Tennis-Abteilungsleiter Tilo Kopetzky. Der reagiert auch überrascht – nicht nur über die Nachricht von diesem Vorfall, sondern auch über die Details. „Spieler aus Gauting und Windach gibt es bei uns nicht.“ Er recherchiert und korrigiert etwas später den Polizeibericht: Bei den Erwachsenen habe es sich nicht um zwei Väter, sondern um die Tennistrainer gehandelt, die jeweils drei Kinder betreuten. Einem der Trainer sei der 51-Jährige Mann einige Tage zuvor schon aufgefallen. Da habe der sich im Bereich der Umkleiden aufgehalten und einen verwirrten Eindruck gemacht.

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