Nicht von der Schule heimgekommen: Enes (8) wird vermisst - Suchaktion läuft

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400 Unterschriften gingen bei der Elterninitiative „Sicherer Schulweg“ ein. Die Initiatoren fordern eine bessere Lösung für die Gautinger und Hochstadter Straße – die Unterschriften sollen bei den Behörden Bewegung auslösen.

Unterschriftenaktion

Sicherheit für Schüler und Radfahrer

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Weßlinger Bürger haben Bürgermeister Michael Muther zu Beginn der Gemeinderatssitzung Listen mit 400 Unterschriften übergeben. Ziel: mehr Sicherheit für Schüler und Radfahrer im Straßenverkehr.

Weßling – Verbal wollte Niklas Rebhan keinen Millimeter zurückweichen – körperlich dagegen schon. Mit anderen Eltern hat er die Initiative „Sicherer Schulweg“ gegründet und Weßlings Bürgermeister Michael Muther in der Gemeinderatssitzung am Dienstag 400 Unterschriften übergeben. Wenn sich auf einer engen Straße Kraftfahrer und Pkw begegnen, müsse der Pkw rüberrutschen, sagte Muther. „Wenn da ein Kind steht, muss es dann auch rüberrutschen“, fragte Rebhan und hüpfte demonstrativ zur Seite.

Kinder müssen aufpassen: „Eigentlich ist es eine Farce“

Die Eltern fordern eine Lösung für die Gautinger und Hochstadter Straße. „Dort kann man an keiner einzigen Stelle ruhigen Gewissens die Straße überqueren“, betonte Rebhan. Mindestens eine handvoll schlimmer Situationen hätte es schon gegeben. „Eigentlich ist es eine Farce, dass Kinder in einem kleinen Ort Rücksicht auf den Verkehr nehmen müssen und nicht umgekehrt.“ 

Muther bestätigte den Missstand und versicherte: „Wir werden an dem Thema dran bleiben.“ Das Thema kenne er von gemeindlicher Seite seit 1988 – und damit auch die Probleme. „Verbreitern kann man die Straße nicht. Eine Ampel beim Metzger wurde schon siebenmal abgelehnt.“ Rebhan übergab Muther auch Kopien: 400 Unterschriften für das Straßenbauamt, 400 Unterschriften für das Landratsamt. Muther möchte den Austausch mit den Behörden suchen. „Der stete Tropfen höhlt den Stein“, hofft er.

Verwaltung in Arbeit: „Platzen schon langsam“

Um schmale Straßen und Sicherheit ging es später nochmals. Der Arbeitskreis „mobil&lebenswert“ hat zwei potenzielle Strecken für Fahrradstraßen ausgearbeitet. Fahrradstraßen räumen Radfahrern eine höhere Bedeutung ein, für Fahrzeuge gilt die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. „Mit solchen Aktionen soll die Mobilität ohne Auto gefördert werden“, erklärte Muther. Nun soll die Verwaltung mit dem Landratsamt eine Lösung erarbeiten, die rechtsfähig ist. 

Im ersten Entwurf ist ein Verlauf der Fahrradstraße „Bahnhof“ vom Sportplatz über den Meilinger Weg, den Walchstadter Weg, die Schulstraße und die Bahnhofstraße bis zum Maibaum angedacht, die zweite Strecke „Pfarrstadl“ würde von der Einmündung des Uferwegs in die Hauptstraße über Kreuzberg und Karpfenwinkl bis zum nordöstlichen Ende der Ettenhofener Straße verlaufen.

Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 20. Februar soll eine Projektgruppe entstehen, die sich mit Liegenschaften der Gemeinde beschäftigt. Zunächst Gemeinderäte, später auch Bürger, sollen Ideen entwickeln. Die Verwaltung könne das nicht stemmen, wie Muther betonte: „Wir platzen schon langsam – ihr deckt uns mit Themen zu.“

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