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Schön, auch vom zugefrorenen See aus: das Café am See und Weßlings altes Rathaus, die jetzige Gemeindegalerie. Das Foto entstand Ende Januar. Die morgendliche Eisschicht, die den See derzeit bedeckt, ist nicht begehbar.

Ortsbild

Von Mülleimer bis Holzbalken

Die Gestaltung des Uferwegs rund um den Weßlinger See beschäftigt den Umweltausschuss der Gemeinde Weßling immer wieder. 

Weßling – Seit 1968 ist der Weßlinger See in Gemeindebesitz. Er ist das Herz der Gemeinde – und es vergeht fast keine Sitzung im Umweltausschuss, in dem nicht über sein Umfeld diskutiert wird. So geschehen bei der jüngsten Sitzung, in der das Gremium Vorschläge für die Gestaltung des Uferbereichs machte. Das Ziel waren einheitliche Abgrenzungen und neue Mülleimer.

In der Vergangenheit ersetzte der Bauhof defekte Abfallbehälter durch 1000-Euro-teure Exemplare. Das Nachfolgemodell soll günstiger sein und einen Deckel haben. Um die Seebesucher zu motivieren, ihren Müll nicht einfach auf die Wiese oder in den See zu schmeißen, steht neben vielen Sitzbänken ein Behälter. Im Sommer gärt der Inhalt kräftig, was zu Geruchsbelästigungen führt. Aus diesem Grund sollen die Mülleimer weggerückt werden. Allerdings nicht sofort, sondern nur, wenn sowieso gerade etwas an den Bänken gemacht werde oder die Müllbehälter defekt seien, erklärte Sitzungsleiter Michael Sturm (FW).

In Zukunft sollten auch alle Handläufe in gleicher Höhe geführt werden. Helmut Böhm (Grüne/parteifrei) war skeptisch: „Ich weiß nicht, ob es besser ist, wenn alles gleich ausschaut.“ Außerdem hatte er mehrfach beobachtet, dass kleine Kinder mit Vergnügen auf den tiefer gelegenen Holzzäunen balancierten. Einen Hinweis, den die Runde auf ihre nächste Seeumgehung mitnimmt.

Ebenfalls Thema waren die Baumstämme, die die Liegewiese südlich vom Kiosk abgrenzen. Die klobigen Holzteile bewährten sich wider Erwarten als Sitzgelegenheit. Professorin Donata Valentin entwarf einen Kompromiss: Ein viereckiger Balken auf Stahlpfeilern biete sich zum Sitzen an „und modert nicht von unten“, lobte Clemens Pollok (Grüne) den Vorschlag der Landschaftsarchitektin. Die Verwaltung holt dafür Angebote ein, die erneut im Umweltausschuss besprochen werden. Ob die rund um den See platzierten Sitzbänke eine Bodenplatte aus Beton bekommen, wird an zwei Versuchsbänken auf der Liegewiese getestet. Versetzbare Bänke kämen nicht in Frage, betonte Sturm. Sonst bekämen sie nach einer Partynacht Beine und man müsse sie aus dem Wald oder dem See fischen.  

Michèle Kirner

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