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Eine Schneise durch die Natur: Die Umfahrung wird in diesen Tagen asphaltiert.

Umfahrung Weßling

Arbeiten liegen im Zeitplan

Weßling - Wenn nichts mehr schief geht, rollt im Herbst schon der Verkehr: Die Arbeiten an der Weßlinger Umgehung laufen auf Hochtouren. 

Publikumswirksam verlegte die Bahn noch Ende März die Eisenbahnbrücke über die zukünftige Weßlinger Umgehungsstraße (wir berichteten). Seither wird auf der 3,3 Kilometer langen Trasse weiterhin fleißig gebuddelt, verfüllt oder planiert: Der Bauarbeiten der insgesamt knapp neun Millionen Euro schweren Staatsstraße liegen laut Christian Probst vom Staatlichen Bauamt in Weilheim „im Zeitplan“. 

Läuft auch weiterhin alles rund, umfahren spätestens Anfang November so viele Fahrzeuge wie möglich über die St 2068 den Ort – laut Prognosen des Straßenbauamtes sind das bis in zehn Jahren täglich 12 500 Lastkraftwagen und Pkw. Bis dahin muss auf der aktuell mit einer Frostschutzschicht versehenen Strecke noch viel passieren.

Beim bloßen Hinschauen würde man hier wohl eher einen Schotterweg, als eine ordentlich befestigte Verbindungsstraße vermuten. Höchstens die sorgfältig aneinandergereihten Randsteine und die einsatzbereiten Baufahrzeuge deuten an, dass mehr als ein Spazierweg geplant ist – und Bagger und Co. verwandeln seit Montag mit dem Auflegen der Tragschicht den unbefestigten Weg endgültig in eine „richtige“ Straße. Asphaltiert wird in einer guten Woche auch der bereits eingefasste Kreisverkehr im Süden. In Aktion sind die Männer in den orangen Westen momentan im Bereich der versetzten Bahnbrücke, wo sie unterhalb der Entwässerungsmulde eine Abdichtungsschicht anbringen. Diese soll verhindern, dass das Wasserschutzgebiet und Wörthsees Trinkwasserquelle durch Abwasser, den Abrieb von Reifen, Rußpartikeln und ähnlichem verschmutzt wird. „Das Rückhaltebecken oder der so genannte Pumpensumpf außerhalb der Umfahrung ist die technisch anspruchsvollste Arbeit und steht kurz vor der Fertigstellung“, berichtet Probst.

 Der nächste Meilenstein ist für Anfang August vorgesehen: Dann nämlich wird die alte Staatsstraße mit der neuen verbunden, so dass der Verkehr fortan über den Kreisel in und durch den Ort rollt. Im Zuge der Bauarbeiten ist die Hauptstraße dann für alle Fahrzeuge ausgenommen Linienbusse gesperrt – und die Anwohner erleben eine Woche lang wie es sein kann, wenn keine Blechlawine ihre Ruhe stört. Mit der Sperrung der Grünsinker Straße Ende August bekommen wiederum die Autofahrer einen kleinen Vorgeschmack auf das, was sie mit der in Zukunft zurückgebauten und somit nicht mehr befahrbaren Verbindung in den Ort erwartet.

mk

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