1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg

Windkraft: Gegner schalten Minister ein

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Das wahrscheinliche Windkraft-Gebiet von Berg. © ike

Berg - Wadlhauser Gräben im Ministerbüro: Die Gegner der Berger Windkraftpläne haben sich bei einem CSU-Empfang an Bayerns Umweltminister Marcel Huber gewandt. Im Mittelpunkt: der Schallschutz.

Melani Suckfüll, Vorsitzende des Vereins zum Schutz der Wadlhauser Gräben, monierte bei dem Empfang in Benediktbeuern, dass für die Anlagen im Abstand von 1000 Meter keine Schallschutzgutachten erforderlich seien. Der Abstand zwischen den seitens der Gemeinde Berg geplanten vier Anlagen mit einer Höhe von rund 200 Meter zur Wohnbebauung beträgt mehr als jene 1000 Meter, die alle Gemeinden im Landkreis Starnberg als Mindestabstand festgelegt haben.

Marcel Huber sieht einen Sinn in der Regel: Weil man nicht davon ausgehen könne, dass in dieser Entfernung noch eine Belastung vorhanden sei, wandte er ein. Tatsächlich sieht er hier einen Anreiz für Investoren, „möglichst große Abstände zu halten, weil sie sich dann das Gutachten sparen.“ Für Suckfüll ist das dagegen „ein Freibrief“. Sie verfüge über Gutachten, die belegen, dass auch in diesem Abstand eine Belastung besteht. Huber: „Schicken Sie mir die, dann bekommen Sie von uns eine fundierte Auskunft.“ Auch bei Argumenten von Maria Reitinger, zweiter Bürgermeisterin von Schäftlarn, war Huber skeptisch. Im Lauf des Abends sagte er: „Zu einem Windkraftgegner machen Sie mich trotzdem nicht.“

Der Teilflächennutzungsplan für die Wadlhauser Gräber ist derzeit in der vierten Auslegung. Ende Januar will der Gemeinderat den Plan beschließen.

Auch interessant

Kommentare