Einzelne Windkraftanlagen kann sich der Starnberger Stadtrat im Fünfseenland vorstellen - ob auch auf Gebiet der Stadt, wird eine Untersuchung zeigen (Symbolbild).

Windkraft: Stadt sucht kräftig mit

Starnberg - Aufbruchstimmung in Sachen Windkraft: Die Stadt Starnberg wird sich am Projekt der Gemeinden im Landkreis beteiligen und nach bevorzugten Flächen für Windkraftanlagen Ausschau halten. Ob's klappt?

Die Klimaschutzdebatte und neue technische Entwicklungen geben Windkraftanlagen im ansonsten eher windarmen Fünfseenland Rückenwind. Damit Investoren nicht in allen Gemeinden an mehr oder minder beliebigen Stellen Windräder errichten, untersuchen die 14 Kommunen unter Regie des Landkreises alle Flächen auf ihre Eignung - und das in mehrfacher Hinsicht. Technisch muss eine Windkraftanlage an einem solchen Standort möglich sein, wirtschaftlich sein und bei der Bevölkerung nicht auf Widerstand stoßen. Mit dem gemeinsamen Projekt wollen Kreis und Gemeinden den Interessen der Betreiber entgegenkommen, die Landschaft erhalten und den Rest des Kreises frei von Windrädern halten.

Eine Idee, die schon in vielen Gemeinden Zustimmung gefunden hat - und am Montagabend auch im Starnberger Stadtrat. Einstimmig schloss sich das Gremium dem Projekt an und gab Untersuchungen in Auftrag. Unter anderem müssen mögliche Folgen für die Natur geprüft werden - und das geht nur ab Frühjahr. "Wichtig ist, dass wir das aktiv steuern können", sagte etwa CSU-Fraktionschefin Eva John.

Am Ende des Projektes wird ein Flächenplan stehen, der die Vorzugsgebiete ausweist. Ob welche in Starnberg dabei sein werden, ist offen. Einige Gemeinden haben nach Angaben von Kreisbaumeister Christian Kühnel bereits großes Interesse bekundet: Windkraftanlagen bringen auch Gewerbesteuer.

Und viel für den Klimaschutz: Mit einer derzeit gängigen Zwei-Megawatt-Anlage können rund 1000 Haushalte versorgt werden, also ein kompletter Starnberger Ortsteil. Und: Starnberg deckt derzeit nur ein Prozent seiner Energie aus regenerativen Quellen. (ike)

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