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Symbolbild

Windkraft am Starnberger See

Seehofer zum Trotz: Berg will weiter Windräder

Berg - Von Abstandsdebatten lässt sich der Berger Gemeinderat nicht abschrecken. In einer nichtöffentlichen Sondersitzung beschloss er, noch im März eine Genehmigung zu beantragen.

"Insbesondere beschloss der Gemeinderat von Berg mit großer Mehrheit, dass die Gemeinde Berg nun einen konkreten Antrag auf Genehmigung von vier Windenergieanlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) stellen wird. Die Antragstellung erfolgt voraussichtlich im März 2014", gab Bergs Bürgermeister Rupert Monn am Mittwochvormittag schriftlich bekannt. Am Abend zuvor hatte sich der Gemeinderat hinter verschlossenen Türen mit rechtlichen und naturschutzrechtlichen Aspekt befasst.

Monn weiter: "Der Gemeinderat von Berg ist weiterhin überzeugt, ein sinnvolles, wichtiges und nachhaltiges Projekt weiterzuführen. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingen hierfür sind nach wie vor positiv." Die Entscheidung sei ausdrücklich keine Beschluss, die vier geplanten Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben auch tatsächlich zu bauen. Der Rathauschef: "Nach Vorliegen der Genehmigung erfolgt eine abschließende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Abhängig von deren Ergebnis entscheidet der Gemeinderat von Berg dann über das weitere Vorgehen."

Nach der 10H-Regel von Ministerpräsident Horst Seehofer wären in Berg keine Windräder möglich. Nach Einschätzung der Gemeinde greift die neue Abstandsregel bei dem gewählten Weg nicht.

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