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Das Anti-Maulwurf-Rad: Im Kleinen nutzt Günter Göggelmann aus Erling Windräder gerne, um Maulwürfe und Mäuse aus seinem Garten zu vertreiben. Große Windräder allerdings lehnt er ab: „Die machen unsere schöne Landschaft kaputt und schaden dem Menschen.“

Dieses Windrad vertreibt Maulwürfe

Erling - Windkraft einmal anders: Günter Göggelmann aus Erling nutzt kleine Windräder, um Maulwürfe und Mäuse aus seinem Garten zu vertreiben. Der Bastler hilft auch anderen Gartenbesitzern.

Vor zehn Jahren hatte Göggelmann in seinem Garten in Erling ungebetene Besucher: Maulwürfe türmten viele hässliche Hügel auf. Auf gängige Tipps wie Mottenkugeln oder ähnliches wollte er sich nicht verlassen und baute sich eine eigene „Waffe“. Aus Schrott bastelte er sich ein kleines Windrad und steckte es in die Erde.

„Die Maulwürfe waren nach drei Wochen weg“, erzählt Göggelmann heute stolz. Lauscht man mit dem Ohr am Rohr des Windrads, weiß man, wieso. Das Rohr leitet ein durchdringendes, metallisches Schleifen in den Boden. Für Menschen ist das tiefe Geräusch aus einem Meter Abstand kaum mehr zu hören, für Maulwurfsohren ist dieser Infraschall jedoch auf Dauer unerträglich. „Die Schallwellen übertragen sich bestimmt 15 Meter weit“, sagt der pensionierte Pilot. Als im Frühling Wühlmäuse die Plastikfolie seines Gartenteichs zernagten, griff Göggelmann wieder zum Windrad: Die Mäuse verschwanden sofort.

Das eigentliche Windrad besteht aus der vorderen Nabe eines alten Fahrrads und dem Lüfterrad eines schrottreifen VW Golf. Die Konstruktion schraubte er auf ein Metallrohr - fertig. „Einen Schraubstock, eine Bohrmaschine, eine Stunde Zeit. Mehr braucht man nicht.“ Er empfiehlt maulwurfgeplagten Gärtnern, sich selbst ein solches Windrad zu bauen.

Denn Göggelmann hält die Schallwellen, die er im Kleinen gegen Maulwürfe nutzt, im Großen für eine enorme Gefahr. „Wenn man ein 160-Meter-Windrad baut, ist in einem riesigen Umkreis kein Leben mehr möglich“, fürchtet er.

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