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Windräder: Info-Kampagne gegen Protestwelle

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Streit um Rot: Innerhalb der roten Linie können Windräder errichtet werden. © Grafik: ike

Berg - Der Widerstand gegen Windräder nordöstlich von Berg wächst. Nun protestieren auch Bürger aus Farchach gegen die Pläne der Gemeinde. Diese setzt auf eine Aufklärungskampagne.

Die Neufahrner sind strikt gegen das von der Gemeinde Berg geplante Windkraft-Gebiet in den Wadlhauser Gräben – nun melden sich auch aus der eigenen Gemeinde kritische Stimmen: von einer Initiative „Energiewende JA! – überdimensionierter Windpark auf den Höhenzügen in den Wadlhauser Gräben NEIN!“ aus Farchach. Bürgermeister Rupert Monn wird antworten – wie allen Briefeschreibern.

Prof. Franz-Theo Gottwald hat den Offenen Brief, der von fast 40 Bürgern unterschrieben wurde, verteilt. Die Initiative nennt als Ziele einen Erhalt der Wadlhauser Gräben als „artenreichen und gut gepflegten Wald“, eine uneingeschränkte Nutzbarkeit und den Erhalt als „ruhige Naherholungslandschaft mit der vitalisierenden Kraft der Wadlhauser Gräben“. Zudem fordert sie, das der Gemeinderat sich für einen größtmöglichen Walderhalt ausspricht, da zu befürchten sei, dass die Gemeinde keinen Einfluss auf die letztendliche Zahl der Windräder haben werde. Die Initiative erwartet eine detaillierte Aufstellung des tatsächlichen und zu erwartenden Energiebedarfs von Berg, Einsicht in die Planungen für die Energieversorgung der Gemeinde sowie ein Bekenntnis gegen die Konzentration auf einen Energieträger – in diesem Fall Wind. Außerdem verlangen die Unterzeichner ein Unbedenklichkeitsgutachten hinsichtlich gesundheitlicher und ökologischer Auswirkungen. Die Initiative signalisiert Gesprächsbereitschaft und will die Gemeinde in ihren Bemühungen unterstützen.

Mindestens zwei Dutzend Stellungnahmen seien bisher aus den Nachbarorten, vor allem Neufahrn, eingegangen, sagt Bergs Bürgermeister Rupert Monn. Aus Berg selbst kamen hingegen verhältnismäßig wenige.

Informationsdefiziten will Monn mit einer Info-Veranstaltung am Dienstag, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Post in Aufkirchen begegnen. Dazu habe man auch die Gemeinden Schäftlarn und Icking eingeladen. Dann gibt es auch Klarheit über das Windgutachten, das dem Berger Gemeinderat bei einer Sondersitzung am 4. Oktober vorgelegt werden wird. Dass es Informationsdefizite gibt, liegt für Monn auf der Hand. Denn: Zwar wären in den Wadlhauser Gräben theoretisch sieben Windräder denkbar, beabsichtigt sind sie nicht. „Wir wollen die Bevölkerung von Neufarn doch auch schützen“, betont der Rathauschef und bekräftigt, an einen Windrad-Bau im Mindestabstand von 1000 Meter zur geschlossenen Wohnbebauung denke niemand. „Das wird sicher weiter weg sein, eher 1,5 Kilometer oder mehr.“

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