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Adventliche Stimmung mit den „Banditen“

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Bester Dinge beim Vorspiel diese Woche in Walchstadt: Peter Guntz und seine „Banditen“.
Bester Dinge beim Vorspiel diese Woche in Walchstadt: Peter Guntz und seine „Banditen“. © andrea jaksch

Musik liegt in der Luft. Explizit montags in Wörthsee, und das seit Beginn der Adventszeit. Weil heuer der Christkindlmarkt erneut der Pandemie zum Opfer fiel, startete Peter Guntz mit seinen „Banditen“ Standkonzerte. Am kommenden Montag wird für heuer ein letztes Mal aufgespielt.

Wörthsee – Strahlende Gesichter, rote Nikolausmützen und Atemwölkchen, dazu der Klang von Weihnachtsliedern – das erlebten in den vergangenen Wochen immer montags die Bürger in Wörthsee. Peter Guntz und seine „Banditen“ trotzten der durch Corona gedämpften Weihnachtsstimmung. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Es braucht nicht viel, um Guntz für Ideen zu begeistern, wenn es um Blas- und Tanzlmusi geht: ein paar beschwingte Takte, ein Sortiment Blasinstrumente und Menschen, die sich anstecken lassen. Zutaten, aus denen auch sein Quintett „Zwiderwurzn“ entstanden ist. „Ich hab’ zufällig an der Kasse des Supermarkts Max Buchsteiner getroffen. Den kannte ich bereits von der Blaskapelle Wörthsee. Da kamen wir auf die Idee, eine Tanzlmusi zu gründen.“ Das war 2014. Seither spielen der Max und er (beide Klarinette), sowie Michi Dachsel (Tuba) und Tobias Gabler (Gitarre) als „Zwiderwurzn“ zusammen. Die Stücke, der Musik vom Balkan entlehnt, komponiert Guntz selbst. Des Weiteren gehört der Leitende Richter der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts noch dem Trio „Kreisbirnbaam und Hollerstaun“ sowie der Jazzband „Eresyng“ an. Damit der Nachwuchs nicht ausgeht, kam der 55-Jährige im Jahr 2015 zusammen mit Sohn Maxl (13), der bereits Unterricht auf der Bariton-Tuba hatte, auf die Idee, eine Jugendband aus der Taufe zu heben. Mit der 15-jährigen Laurin und Heinz Süß waren schnell noch eine gute Trompeterin und ein passionierter Kontrabassist mit reichlich Banderfahrung gefunden. „Wir haben als Quartett angefangen. Unser erstes Stück, das wir über iPhone aufnahmen, war ‚Freude schöner Götterfunken’. Abspeichern wollte ich die Aufnahme unter Jugendband. Siri aber hat aus Band Bande gemacht, deshalb nennen wir uns heute Jugendbande Wörthsee.“

Dabei ist es nicht geblieben. „Um Mitbläser zu finden, gaben wir in der Grundschule Wörthsee ein Konzert mit pfiffigen Kinder- und Volksliedern. Zwölf Schüler haben sich daraufhin gemeldet.“ Die Spielfreude der Buben und Mädchen wurde noch verstärkt, weil die Schule kurz darauf für die dritten Klassen anbot, ein Instrument zu lernen. Im Lehrplan stehen nun pro Woche eine Stunde Solo-Unterricht sowie eine Stunde Orchesterprobe unter Federführung der Trompeterin Manuela Wack. „Wir können uns über Mangel an gutem Nachwuchs nicht beklagen“, freut sich Guntz. „Mittlerweile haben wir die Jugendbande in zwei Gruppen, die Piraten und die Banditen, aufgeteilt.“

Die 20 Piraten sind neun bis elf Jahre alt, die bis zu 14 Banditen setzen sich aus 12- bis 15-jährigen Jugendlichen zusammen. Letztere waren zur Adventszeit jeweils Montagabend unterwegs, um den Menschen zuhause ein Ständchen vorzuspielen. Den Abschluss bildet am Montag, 20. Dezember, ein Gastspiel entlang der Seestraße in Steinebach.

Uli Singer

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