Während der Pandemie haben sich viele Menschen mit einem Hund getröstet. Das bringt manchmal neue Probleme mit sich.
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Während der Pandemie haben sich viele Menschen mit einem Hund getröstet. Das bringt manchmal neue Probleme mit sich.

Gemeinde reagiert auf Beschwerden

Appell an Hundebesitzer

  • Hanna von Prittwitz
    vonHanna von Prittwitz
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Es gibt immer mehr Hunde, aber dadurch auch Probleme. Weil sich die Beschwerden häufen, hat die Gemeinde Wörthsee nun einen Appell veröffentlicht.

Wörthsee – Im Lauf der Pandemie ist auch in der Gemeinde Wörthsee die Anzahl der Hunde gestiegen: 60 wurden neu angemeldet, im Vorjahr waren es 40, insgesamt sind mehr als 300 Hunde registriert (wir berichteten). Entsprechend mehren sich die Beschwerden über ignorante Hundehalter. Das war der Anlass für eine umfangreiche Pressemitteilung, in der die Gemeinde an alle Hundebesitzer eindringlich appelliert. Und darauf hinweist, dass seit 1. April für Hunde ab 50 Zentimeter Höhe innerorts eine Leinenpflicht gilt.

„Tierfreunde haben ein Herz für alle Tiere“ beginnt Juliane Seeliger-von Gemmingen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und selbst Hundehalterin, ihren Appell. Sie weist darauf hin, dass die Natur in diesen Wochen besonders empfindlich ist, denn es ist Brut- und Setzzeit. Umso wichtiger sei es, bis Juli die Hunde anzuleinen. Spazierwege sollten nicht verlassen werden. „Besonders bodenbrütende Vögel sind störanfällig und verlassen bei vermeintlicher Gefahr ihr Gelege.“ Größere Wildtiere würden erschreckt, flüchteten und verletzten sich dabei.

„Auch im Interesse der Landwirtschaft bitten wir um ein rücksichtsvolles Verhalten auf Wiesen und Feldern, die landwirtschaftlich genutzt werden“, fährt Seeliger-von Gemmingen fort. Die Flächen würden für Futtermittelgewinnung und Lebensmittelproduktion genutzt. Durch das Mähen werde der Hundekot großflächig verteilt. „Grundsätzlich besteht nach dem Naturschutzgesetz ein Betretungsverbot auf landwirtschaftlich genutzten Flächen während der Nutzzeit.“ Es solle eine Selbstverständlichkeit sein, die Hinterlassenschaften der Hunde zu beseitigen und zu entsorgen. „Gefüllte Hundekotbeutel, die am Wegrand abgelegt oder ins Gebüsch geworfen werden, belasten und vermüllen unsere Umwelt nachhaltig.“ Durch ein verantwortungsbewusstes und rücksichtsvolles Mitwirken „können Sie in der Öffentlichkeit zu einem positiven Bild für die Hundehaltung beitragen“.  

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