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Etterschlag aus der Luft: Von der Behelfsstrecke, die parallel zur Autobahn verlief, ist kaum noch etwas zu sehen.

A 96-Tunnel

Eine Großbaustelle verschwindet

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Lange haben die Etterschlager eine Menge aushalten müssen. Doch es ist ein Ende in Sicht: Allmählich verschwinden die Spuren, die die Sanierung des Etterschlager Tunnels hinterlassen hat.

Etterschlag–Während der gesamten Bauzeit wurde der Verkehr in Richtung München über eine Behelfsstrecke geführt. Von dieser wird schon bald nichts mehr zu sehen sein.

Seit Spätherbst 2015 war der an sich idyllische Ortsteil Etterschlag vor lauter Baustelle kaum zu erkennen. Während der Sanierung des Etterschlager Tunnels mussten die Röhren zeitweise gesperrt werden. Damit der Verkehr fließt, führte die Autobahndirektion Süd den Verkehr über eine speziell für diesen Grund gebaute Nebenstrecke: also am Tunnel vorbei, über den Rad- und Fußweg, grüne Felder. Zwei Brückenbauten waren notwendig, eine für Fahrzeuge, eine für den Radweg. Ein riesiges Projekt.

Gerhard Janser von der Autobahndirektion Südbayern ist aber zuversichtlich, dass der Spuk schon in wenigen Wochen ein Ende hat. „Im Großen und Ganzen sind wir ziemlich weit“, sagt er. Die Bautrupps seien derzeit mit den Restarbeiten beschäftigt. Teile des Rad- und Fußwegs seien schon asphaltiert. In Richtung Weßling habe die Telekom jedoch Leitungen verlegen müssen, „da haben wir die Straße nochmal aufgemacht“. Die Behelfsstrecke ist überhaupt nicht mehr zu sehen.

Janser, der das Projekt im vergangenen Jahr übernommen hat, ist zufrieden. „Es ist alles gut gelaufen“, sagt er. Vor allem aber habe es in dem Bereich keine schweren Unfälle gegeben – weder auf Seite der Verkehrsteilnehmer, noch auf Seiten der Arbeiter. „Das ist alles teuer, klar, aber Geld kann man ersetzen. Wenn jemand zu Schaden kommt, ist es das Schlimmste“, findet Janser.

Er hofft nun auf gute Witterung für die letzten Bauwochen. Denn auf frisch aufgeschüttete Erdbauten „hat beispielsweise Starkregen extreme Auswirkungen“. Extremes Wetter könne die Bauzeit nochmal verlängern. Abgesehen davon aber liegt die Autobahndirektion im Zeitplan.

„Die Etterschlager haben es mit Fassung getragen“, berichtete Wörthsees Bürgermeisterin Christl Muggenthal auf Anfrage. Mit großem Staunen habe man verfolgt, was für ein Aufwand im und rund um den Tunnel betrieben worden sei. Sie lobt die gute Erreichbarkeit der Verantwortlichen, immer habe man dort anrufen können. Trotzdem: „Wir sind froh, dass es vorbei ist.“

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