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Schauen, staunen, mitmachen

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Bemerkenswerte Kunst vom Wörthsee: Bei der Vernissage im Rathaus am Freitag zeigten (v.l.) Maximilian Allgaier, Werner Zschau, Biene Ulrike Schmid, Hans Jais, Rosa Zschau, Aline Gansser, Claudia Harbauer, Gudrun Schlockermann, Susanne Ehret, Beatrice Sichart, Claudia R. Tuchler, Anselm Freytag und Max Mirlach ihre Werke. Am Samstag öffneten sie ihre Ateliers für interessierte Besucher.
Bemerkenswerte Kunst vom Wörthsee: Bei der Vernissage im Rathaus am Freitag zeigten (v.l.) Maximilian Allgaier, Werner Zschau, Biene Ulrike Schmid, Hans Jais, Rosa Zschau, Aline Gansser, Claudia Harbauer, Gudrun Schlockermann, Susanne Ehret, Beatrice Sichart, Claudia R. Tuchler, Anselm Freytag und Max Mirlach ihre Werke. Am Samstag öffneten sie ihre Ateliers für interessierte Besucher. Foto: Andrea Jaksch © Andrea Jaksch

Die Wörthseer Künstlerszene hat sich am Samstag beim beim „Tag der offenen Ateliers“ bestens präsentiert. Die Gäste schauten, staunten und durften zum Teil sogar mitmachen.

Wörthsee – 15 Wörthseer Künstler zeigten am Samstag ihr Schaffen in jeweils eigener Werkstatt, eigenem Atelier oder Garten. Bereits am Freitag gestattete die Vernissage erste Einblicke in das künstlerische Schaffen des Ortes: Jeder Künstler brachte eines seiner Werke mit ins Rathaus. „Wir sind stolz, dass so viele mitmachen. Wenn man die Gesamtheit aller Kunstschaffenden in Wörthsee anschaut, dann hat man eine große Anzahl“, sagte Kulturbeauftragte Juliane Seeliger-von Gemmingen. Bürgermeister Christel Muggenthal freute sich über die Öffnung der Ateliers: „Man kann mit den Künstlern sprechen und Fragen stellen.“ Seelinger-von Gemmingen betonte: „Gespräche, Vernetzung – darum geht es eigentlich. Kunst schafft Begegnungen, Kunst bereichert.“

Eine Sonderstellung im Künstlerpool haben die gelernten Handwerker Maximilian Allgaier (Holz) und Alex Erb (Metall). Holz mutiert in Allgaiers Walchstadter Werkstatt zu inspirierten Kunstobjekten. Im Rathausfoyer beeindruckte seine beleuchtete Stele aus Altholz. Das wurmstichige Holz stammt von einem alten Pfosten aus Venedig, vom Salzwasser angegriffen und von einem Hauch Nostalgie umweht.

„Jeder Kreative ist in meinen Augen ein Künstler, egal was er macht“, sagte der Raistinger Künstler Max Mirlach. „Jede Kunst ist Handwerk.“ Mirlach präsentierte das Modell seiner Spindel, die als über fünf Meter große Skulptur bereits am Badeplatz Birkenweg stand und jüngst beschädigt wurde.

Farbenfrohes in Acrylmischtechnik präsentierte Claudia Harbauer mit ihrem Bild „Knospe“. Während der Corona-Zeit habe sie nur in Schwarz-Weiß gezeichnet. „Nach dieser Zeit brauchte ich unbedingt Farbe, das Innere kam wieder raus. Rot, pink, orange“, sagte die Malerin, die am Samstag mit Susanne Ehret im Etterschlager Handwerkerhof Workshops zur Monotypie anbot. Ehret brachte ihren Akt „Good Vibes“ in Acrylmischtechnik ins Rathaus: „Ich bin eine eher ruhige Malerin, das orange ist gewagt – ein bisschen Feuer muss dabei sein.“

Zum aktiven Gestalten seiner Töpferwaren lud Anselm Freytag am Samstag in den Steinebacher Garten seiner Mutter Beatrice Sichart ein: „Vasen und Teller, die glasiert sind, können selber bemalt werden.“ Im Rathaus ließ er eine eigenwillige Vase in Aufbautechnik sehen: „Sie sinkt ein, soll sich selber die Form geben.“ Die Liebe zur Kunst wurde Freytag quasi in die Wiege gelegt – von Mutter Sichart, die seit ihrer Jugend malt und zur Vernissage einen Traum von Licht und Luft in Aquarell vorstellte.

Heimatbezug stellte Profifotografin Biene Ulrike Schmid in ihrer Scheune her. Hauptberuflich fest im Food-Fotografie-Bereich verankert, gilt ihre eigentliche Leidenschaft dem Wasser. Den XXL-Blickfang zur Scheunenausstellung setzte sie ganz bewusst: „Das ist Wasser aus dem Wörthsee.“

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