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Wörthsees Bürgermeisterin für alle

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Im Kreise ihrer Unterstützer: Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal (Mitte) mit einem Teil der Vereinsmitglieder. © Andrea Jaksch

Christel Muggenthal, Bürgermeisterin der Gemeinde Wörthsee, will bei den Kommunalwahlen im März 2020 wieder antreten. Weil Muggenthal nicht mehr für die SPD kandidiert, gründete sich zu ihrer Unterstützung am Mittwochabend der Verein „Bürgermeisterin für alle“. In seinen Reihen finden sich mehrere Wörthseer, die bisher als Parteifreie für andere Gruppierungen am Ratstisch saßen.

Steinebach – Christel Muggenthal, Bürgermeisterin der Gemeinde Wörthsee, will bei den Kommunalwahlen im März 2020 wieder antreten. Weil Muggenthal nicht mehr für die SPD kandidiert, gründete sich zu ihrer Unterstützung am Mittwochabend der Verein „Bürgermeisterin für alle“. In seinen Reihen finden sich mehrere Wörthseer, die bisher als Parteifreie für andere Gruppierungen am Ratstisch saßen.

Die Runde im „Augustiner am Wörthsee“ war entspannt und fröhlich. 15 Mitglieder unterzeichneten die Vereinssatzung, die sich Muggenthal von Herrschings Bürgermeister Christian Schiller hatte zeigen lassen, der ebenfalls als parteifreier Kandidat wieder antritt. Vor sechs Jahren noch hatte sich Muggenthal auf der SPD-Liste um das Bürgermeisteramt beworben.

Im Mai 2019 kündigte sie an, die Wiederwahl ohne Partei im Rücken anzustreben. „Ich möchte parteifrei arbeiten“, sagt sie. Der SPD kehre sie damit nicht den Rücken. „Ich sehe sie nicht als Kaugummi an der Schuhsohle“, bekräftigt Muggenthal. Ihr Plan sei auch gewesen, wie schon vor sechs Jahren auf einem der vorderen Plätze für den Kreistag zu kandidieren. „Aber ich habe Vorbehalte gespürt und mich zurückgezogen.“ Mit dem Ergebnis, dass die Bürgermeisterin nun gar nicht mehr auf der Liste auftaucht (wir berichteten). SPD-Kreischefin Juli Ney bedauert dies: „Ich persönlich finde das sehr schade“, sagte sie dem Starnberger Merkur. Letztlich aber sei dies eine Entscheidung der Delegierten gewesen. „Sie ist eine gute Bürgermeisterin“, davon ist Ney überzeugt.

Das fanden am Mittwochabend auch die Vereinsmitglieder. „Sie hat gute Arbeit geleistet und ist eine vertrauenswürdige Person“, befand Elisabeth Kruppa. Es sei wichtig, dass es auf kommunaler Ebene eine Personenwahl gebe und die Parteipolitik außen vor bleibe. „Sie polarisiert nicht und sie ist nicht polemisch“, sagte Marianne Sponner. Sie begründete ihr Engagement mit dem Gefühl, auf kommunaler Ebene mitgestalten zu können. „Das motiviert mich.“ Dr. Kai Müller, Mitglied bei Wörthsee-Aktiv, ging das Thema pragmatisch an: „Ich weiß keine bessere Kandidatin“, sagte er. „Es wäre deppert, sie nicht zu wählen.“ Muggenthals Ehemann Ingo raufte sich nach all dem Lob die Haare: „Wie bringe ich Dich heute wieder runter“, fragte er sich unter allgemeinem Gelächter.

Unter Muggenthals Unterstützern sind auch Dr. Monika Ofer und Franz Polz. Ofer saß bisher als Parteifreie für die SPD am Ratstisch. Und Polz vertrat als Parteifreier 16 Jahre lang die CSU. „Ich werde nicht mehr antreten“, sagte er am Rande der Veranstaltung.

Zur Vorsitzenden des Vereins „Bürgermeisterin für alle“ wählten die Mitglieder Marianne Sponner. Ihre Stellvertreterin ist Christine Rose, die bis 2014 als Parteifreie für die SPD Gemeinderätin war. Die Kasse verwaltet Manuela Polz – falls Spendenzahlungen eingehen. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben.

Nach der Vereinsgründung steht nun der offiziellen Nominierung der Bürgermeisterin für die Kommunalwahl 2020 nichts mehr im Wege. Diese findet am kommenden Donnerstag, 7. November, im „Augustiner am Wörthsee“ statt. Beginn ist um 18.30 Uhr. Der Verein weist darauf hin, dass bei dieser Veranstaltung nur Vereinsmitglieder wahlberechtigt sind. 

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