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Vorsitzende von „WIR – Wörthsee Isst Regional“ ist Hanna Weber. Sie freut sich über die Fortschritte, die der zukünftige Dorfladen macht. 

Dorfladen Wörthsee

Start so demnächst wie möglich

Der Eröffnungstermin des Dorfladens Wörthsee rückt zumindest näher. 

Steinebach – Noch steht über dem Gebäude an der Etterschlager Straße in Steinebach unverkennbar in roten Ziffern „Sparkasse“. Dort soll demnächst der Dorfladen einziehen. Hinter den Kulissen trägt die Arbeit der Ehrenamtlichen Früchte: Seit einer guten Woche ist der Raum – außer dem Bankautomaten, der bleibt – leer geräumt, so dass im Dezember Wasserleitungen und ein neuer Boden verlegt oder Türen gesetzt werden können. Der endgültige Mietvertrag sollte auch bald unterschrieben sein, sagt Hanna Weber. Prognosen, wann der Geschäftsbetrieb startet, möchte die Geschäftsführerin des haftungsbeschränkten Dorfladens Wörthsee allerdings nicht abgeben.

Zu oft musste der Eröffnungszeitpunkt nach hinten verschoben werden. Entsprechend schimpfte ein Besucher bei der jüngsten Bürgerversammlung: „Wollten die nicht im Frühling eröffnen?“, nachdem Bürgermeisterin Christel Muggenthal über Fortschritte berichtet hatte.

Sie seien eben Laien mit vielen Ideen, erklärt Weber im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Und aus Ideen resultierten Anforderungen und diese brächten Genehmigungen mit sich. Etwa das integrierte kleine Café als Treffpunkt für die Wörthseer. „Dafür benötigen wir eine Ausschank-Konzession.“ Oder die Auflagen der Lebensmittelüberwachung. „Je tiefer man in das Thema einsteigt, desto mehr wird’s.“

An einer Pinnwand bei er Sozialpädagogin zu Hause hängen Presseartikel und Bilder, die seit Projektstart vor fast vier Jahren entstanden sind, an einer anderen Wand Kärtchen mit Gedankenfetzen der Mitwirkenden. Dort trifft man sich ein- bis zweimal wöchentlich nach der Arbeit. Mit Arbeitsgruppen haben sie sich organisiert. Ein paar kümmern sich um den Umbau und die Inneneinrichtung, andere haben das zukünftige Sortiment im Blick, und wieder andere übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit.

Kürzlich zeigte ein Coach den Beteiligten, wie sie etwa mit einem Aufgabenboard das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren und die Ideen strukturieren. Ein paar regionale Lieferanten habe man auch schon gefunden, sagt Weber. Wobei sie lieber von „lokal“ spricht. Wie der Honig von Imkern aus der Gegend oder hausgemachte Marmeladen. Füllen sollen die Regale biologische und konventionelle Waren.

Konkurrenz von Feneberg, der Supermarkt mit regionalen Lebensmitteln, der hinter dem ehemaligen Tengelmann bauen könnte, befürchten die Initiatoren nicht. „Wir sind super flexibel und können unser Angebot immer den aktuellen Bedürfnissen der Kunden anpassen.“ Im Übrigen liege der Fokus auch auf sozialen Aspekten etwa für Senioren. Für später angedacht ist auch eine Tageskarte mit Zutaten aus dem Laden. „Wegwerfen wollen wir nichts.“ Öffnungszeiten sind voraussichtlich durchgehend.

„Wir sind ein tolles Team“, freut sich Weber. 80 Prozent seien von Anfang an dabei und es kämen immer wieder neue Mitstreiter dazu. Dank ihnen wird das Rot der Sparkasse voraussichtlich demnächst durch blaue, grüne oder gelbe Schriftzüge des „Dorfladen Wörthsee“ ersetzt. So demnächst wie möglich eben.

Mehr Informationen

sind im Internet zu finden auf der Seite www.dorfladen-woerthsee.de.

Michele Kirner

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