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Bayern-WLAN

Drahtlos-Muffel Wörthsee?

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Der Wörthseer Gemeinderat will noch in diesem Monat entscheiden, ob er sich am so genannten BayernWLAN beteiligt und gegebenenfalls zwei Standorte für „Hotspots“ sucht.

Wörthsee Die Begeisterung der Bürgermeisterin hält sich aber schon jetzt in Grenzen. Christl Muggenthal macht keinen Hehl daraus, dass sie die staatlich bezuschusste Drahtlosverbindung ins Internet für überflüssig hält.

„Mir ist der Bedarf nicht ganz klar“, sagt Muggental mit Blick darauf, dass ihrer Meinung nach mittlerweile fast jeder Smartphone-Besitzer einen mobilen Internetzugang besitzt und vom WLAN unabhängig ist. Sie werde in der Gemeinderatssitzung am 27. September „wahrscheinlich mit Nein“ zu dem Angebot des Freistaats stimmen, sagt die Rathauschefin. Denn zum Nulltarif bekommt Wörthsee die beiden Hotspots nicht. 4800 Euro müsste die Gemeinde pro Jahr bezahlen, der Freistaat übernimmt nur die Kosten für die Ersteinrichtung.

Ein Blick auf den „Hotspot-Finder“ des Finanzministeriums im Internet zeigt, dass das Ende 2015 gestartete Projekt im Landkreis schleppend angelaufen ist. Nur in Inning, Herrsching, Gilching und Starnberg sind Hotspots ausgewiesen, die meisten davon in den Fachhochschulen des Freistaats. Die kleinen Gemeinden beteiligen sich noch nicht.

Ob sich das in Wörthsee ändert wird die Sitzung am 27. September zeigen. Sollten die Räte zustimmen, stellt sich laut Muggenthal die Frage nach den Standorten. Das Rathaus hat schon einen eigenen Hotspot, der Eigentümer des Bahnhofs bereits abgewunken. „Er war nicht begeistert“, weiß Muggenthal. Im Auge hat die Verwaltung jetzt den Sportplatz und die Badeplätze am See. Ob sich der Gemeinderat für das drahtlose Internet am See begeistern wird, daran hegt die Rathauschefin aber auch ihre Zweifel. „Der Tourismus ist nicht so das Argument“, sagt Muggenthal mit Blick auf die im Sommer schon jetzt von Ausflüglern zugeparkten Straßen (wir berichteten mehrfach).

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