Eine Frau mit einem SUP am Wörthsee
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Das Verbotsschild interessiert am Badeplatz Maistraße nicht alle Stand-up-Paddler – und ist nur schwer zu überwachen. Die Gemeinde will den Zugang mit den SUPs nun ordnen.

Verbot für Paddler

Zu viele SUP-Paddler: Am Wörthsee bekommen sie jetzt einen eigenen Zugang

An heißen Sommertagen erobern Stand-up-Paddler den Wörthsee. Aktuell nimmt das sportliche Sommervergnügen an den heimischen Badeplätzen allerdings derart Überhand, dass die Gemeinde um Steuerungsmöglichkeiten ringt. Für den besonders neuralgischen Punkt am Badeplatz Maistraße beschloss der Gemeinderat am Mittwochabend eine neue Regelung.

Steinebach – Laut der im April 2019 beschlossenen Badeplatzsatzung ist der Zugang mit SUP-Boards an den meisten Wörthseer Badeplätzen ebenso ausgeschlossen wie mit Surfbrettern. Lediglich an den Zugängen am Birkenweg und an der Rossschwemme sind SUPs offiziell erlaubt. Laut Begründung der Gemeinde bringen die oft aufblasbaren Bretter eine Beeinträchtigung für andere Badegäste mit sich, erschweren den Seezugang, blockieren Liegeflächen und sorgen beim Ablassen der Luft für Lärmbelästigung. Trotz allenthalben angebrachter Verbotsschilder sind Stand-up-Paddler vor allem am Badeplatz Maistraße weiterhin ungebremst unterwegs.

„Um 9 Uhr sind bei uns alle Parkplätze dicht. Da geht nichts mehr. So voll wie dieses Jahr war es noch nie“, sagt Bürgermeisterin Christel Muggenthal. Corona und Homeoffice dürften dabei eine Rolle spielen. „Wenn man das mit den SUPs nicht verbieten kann, dann muss man es lenken. Wir haben nicht das Personal, ein Verbot zu überwachen“, sagt Muggenthal. Die Bürgermeisterin hält das Einschalten der Polizei bei Zuwiderhandlung für kein probates Mittel, die Bürgerbeschwerden in Sachen SUPs will sie aber ernst nehmen. Pro und Contra einer Alternativ-Regelung für den Badeplatz Maistraße beschäftigten am Mittwoch den Gemeinderat.

„An jedem Seezugang sollte das Einbringen der SUPs erlaubt sein, nur nicht das Lagern“, sagte Robert Wihan (Freie Wähler). Auch Philip Fleischmann (CSU) sprach sich gegen Verbote aus. Benedikt Gritschneder (SPD) stand dagegen zum Satzungstext: „Ich bin für ein grundsätzliches Verbot. Es gibt die Möglichkeit, SUPs an bestimmten Stellen zuzulassen.“ Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass es an der Maistraße zeitnah eine Extra-Regelung braucht – zumal der Seezugang dort nur etwa 30 Meter breit ist. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den SUP-Seezugang an der Maistraße nun an einer eigens ausgeschilderten Stelle zu gestatten. Eine Zusatzbeschilderung soll alsbald die Einlassstelle zwischen dem Bach und dem Zaun eines Privatgrundstückes markieren. „Die Zwischenlagerung der SUP’s soll auf der anderen Straßenseite sein, am Parkplatz und auf der Wiese“, erklärte die geschäftsleitende Beamtin Christa Heintel.

Nilda Höhlein

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