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Segen für das neue Schützenheim: (v.l.) Pfarrerin Susanne Parche, Pfarrer Roland Böckler umgeben von Festgästen bei der Einweihung. 

Einweihung

Schützen freuen sich über ihr neues Heim

Der Schützenverein Eintracht Etterschlag feiert sein neues Zuhause, an dessen Entstehung er intensiv mitgewirkt hat

Steinebach – Im März 2016 fand der symbolische Spatenstich für das Schützenheim an der Etterschlager Straße in Steinebach statt. Seither haben die Mitglieder des Schützenvereins Eintracht Etterschlag 8165 Stunden ehrenamtliche Arbeit in die Entstehung ihres neuen Zuhauses investiert. Am Samstag feierten sie die Einweihung.

„Das Unter- und Obergeschoss ist energetisch so gebaut und gedämmt, dass es einem Wohnhaus nach der neuesten Energiesparverordnung gleichkommt“, berichtete Eintracht-Mitglied Klaus Schmidt, der, natürlich auch ehrenamtlich, die Planung und Bauleitung übernommen hatte. Den Strom für die über Thermostat gesteuerte Fußbodenheizung werde so weit wie möglich über Solarstrom generiert. Schmidt war es auch, der den Mut zum Bau auf den Rest der Mannschaft übertrug, erinnerte sich Schützenmeister Paul Wischnewski.

An den Tischen des großzügigen Obergeschosses saßen beim Eröffnungsfest mehr als 60 Gemeinderäte und Freunde, dazu Mitglieder der Schützenvereine Walchstadter Wörthsee und Donarbichler sowie der Vereine aus den Nachbargemeinden, bei denen Letztere Unterschlupf gefunden hatten und haben.

Ursprünglich war das Schützenheim für alle drei Wörthseer Vereine gedacht. Weil personell stärker aufgestellt, hatten die Eintracht-Schützen die meiste Leistung übernommen. „Wir stehen allen Vereinen offen, wenn sie zurückkehren wollen“, sagte Sieglinde Gartner, die mit ihrem Mann Hans die Bautätigkeit intensiv begleitet hat, gestern auf Anfrage. Derzeit schießen die Donarbichler jedoch nach wie vor in Inning, die Walchstadter Wörthsee in Hechendorf.

Gauschützenmeister Andreas Lechermann würdigte die Arbeit der Aktiven mit „Meisterklasse“. „Es war ein Projekt mit Startschwierigkeiten“, erinnerte sich Bürgermeisterin Christel Muggenthal noch gut an das Vorhaben, dem der „alte Gemeinderat“ 2013 zugestimmt hatte, und den das neugewählte Gremium später infrage stellte. Somit traf der katholische Pfarrer Roland Böckler mit den Worten „Erfolg braucht Menschen, die Visionen umsetzen“ mitten ins Schwarze. Wischnewski: „Vor drei Jahren hatten wir nichts mehr als den Glauben, es geht schon irgendwie.“

Es ging sogar 3000 Euro günstiger als geplant, rechnete Schmidt vor: Die Gemeinde steuerte 210 000 Euro und die Regierung noch 84 000 Euro bei. Eigenleistungen im Wert von 145 000 Euro stecken in dem mit Holz verschalten Gebäude sowie die Arbeit von Firmen, die ihre Zeit kostengünstig oder ehrenamtlich einbrachten. Im großzügigen Untergeschoss kann jetzt auf neun elektrische und zwei Seilzug-Schießständen mit Luftgewehren und -Pistolen oder Armbrust geschossen werden.

Die rund 75 Vereinsmitglieder seien 12 bis 99 Jahre alt, berichtet Eintracht-Sportleiter Michael Janker. Es hapert allerdings beim Nachwuchs. Im Eröffnungsschießen vor vier Wochen hätten jedoch immerhin ein paar jugendliche Neumitglieder den Schießsport für sich entdeckt. „Das Schießen lernen und Freunde treffen“, fasste die evangelische Pfarrerin Susanne Parche schmunzelnd zusammen. Ein Sport, der die Essenz des Lebens beinhalte: „Tief ausatmen und das Ziel genau im Auge behalten.“ Eine Voraussetzung für die Treffsicherheit, die der Schützenverein Eintracht spätestens mit der Fertigstellung des Gebäudes bewiesen hat.

Michele Kirner

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