Heute Entscheidung

Querungshilfe mit oder ohne Schutzstreifen

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Wörthsee - Die Gemeinde Wörthsee entscheidet am Mittwoch über die Verkehrssicherheit an der Etterschlager Straße. Eine Querungshilfe am Edeka soll errichtet werden – die Frage ist aber: mit oder ohne Fahrradschutzstreifen? 

Die optimale Lösung wird es nicht geben, wie Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster in der vergangenen Gemeinderatssitzung erläuterte. „Die Breite der Straße gibt keinen beidseitigen Fahrradschutzstreifen her.“ Daher stelle sich die Frage, „ob einer Sinn macht“. Nach einem Ortstermin Mitte Februar, berichtete Bürgermeisterin Christel Muggenthal in der vergangenen Sitzung, „gingen alle Fachstellen mit, auf der Etterschlager Straße gar nichts zu tun“. Das könne sich „auch die Polizei sehr gut vorstellen“. Warum, erklärt Polizeihauptkommissar Johannes Bauer in einer Stellungnahme: „Der bestehende Gehweg verläuft durchgehend an der Etterschlager Straße und der Radfahrer könnte gefahrlos diesen Gehweg benutzen.“

Doch bei der vergangenen Sitzung wurde im Gemeinderat die Wichtigkeit eines Schutzstreifens deutlich. „Parkende Autos drängen die Radfahrer in die Straßenmitte. Das wird mit dem Streifen dezimiert“, sagte Johanna Benz (Wörthsee Aktiv). Muggenthal betont gegenüber dem Starnberger Merkur: „Schlecht ist es nicht, wenn Fahrradfahrer einen sicheren Bereich haben.“ Sie steht dem Schutzstreifen positiv gegenüber, sieht aber auch noch Klärungsbedarf: „Parkplätze des Wohngebiets würden wegfallen, auch Geschäfte haben Stellungnahmen abgegeben.“ Für Verkehrsmanagerin Münster „ist es wichtig, wie die Gemeinde die Stelle bei der Kreissparkasse sieht“. Dass der Bereich vom Fahrradschutzstreifen ausgespart wird, „ist nicht zielführend und wird von uns nicht unterstützt“. Am Ende entscheiden die Gemeinderäte auch über eine Kostenfrage: Etwa 70 000 Euro liegen zwischen einer Querungshilfe mit oder ohne Schutzstreifen.  

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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