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Erste Hochrechnung für Unterführung

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Von: Hanna von Prittwitz

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So ähnlich wie diese beim Pilsensee könnte die neue Unterführung bei der Weßlinger Umfahrung ausschauen.
So ähnlich wie diese beim Pilsensee könnte die neue Unterführung bei der Weßlinger Umfahrung ausschauen. © hvp

Fußgänger und Radler hoffen schon lange, und tatsächlich tut sich langsam aber sicher etwas: Wie Weßlings Bürgermeister Michael Sturm berichtete, liegen der Gemeinde erste Hochrechnungen des Staatlichen Bauamts Weilheim für den Bau einer Unterführung unter der neuen, 3,3 Kilometer langen Weßlinger Umfahrung vor. „Wir prüfen die jetzt“, sagte Sturm.

Weßling/Wörthsee - Es mutet wie ein Schildbürgerstreich an, dass nun tatsächlich erst im Nachhinein eine Unterführung unter der neuen Umfahrung gebaut werden soll. Das hat sich lange schon abgezeichnet. Denn als die Unterführung entstand, durchtrennte sie eine viel genutzte Wegeverbindung zwischen dem Sportplatz in Weßling und Steinebach. Der Weg endet nun jäh an der Schnellstraße zwischen dem Kreisel auf der Dellinger Höhe und der Autobahnauffahrt auf die A 96. Weil er versetzt weitergeführt wird, finden sich immer wieder Ortsunkundige an der Stelle ein, die dann gute hundert Meter an der Straße entlang gehen oder radeln und diese dann queren müssen. Ein unhaltbarer Zustand. Der Kreiswander- und Wirtschaftsweg von Steinebach nach Weßling wurde weiter südlich mit einer Brücke über die Staatsstraße geführt, entlang der Bahntrasse. „Das Problem war beim Bau der Umfahrung, dass der Weg nicht gewidmet war“, erklärt Sturm. Später kamen die verhärteten Fronten zwischen Weilheim und Weßling hinzu – die 42 für die Amphibien gegrabenen Durchlässe funktionierten nicht, vieles musste nachgebessert werden. Doch schon 2019 vereinbarten die Gemeinde Wörthsee und Weßling gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Weßling, dass der Bau der Unterführung in Sonderbaulast nachgeholt wird. Das heißt, die Gemeinden gehen in Vorleistung.

Erstmals liegen der Gemeinde Weßling nun konkrete Unterlage vom Staatlichen Bauamt zu dem Projekt vor. Auch Wörthsees Bürgermeisterin Christel Muggenthal hatte das schon vernommen und bei ihrer Bürgerversammlung am Donnerstagabend verkündet. Muggenthal hatte wiederholt betont, an der Unterführung großes Interesse zu haben.

„Die Unterlagen werden nun von uns geprüft und mit unseren Berechnungen verglichen“, sagte Sturm am Freitag. Zu den Kosten wollte nichts sagen, „da kann ich mich nur vertun“. Geplant sei eine Wellblechunterführung ausschließlich für Rad- und Fußgänger. „Sie soll so ähnlich sein wie die, die wir am Sportplatz planen“, erklärt Sturm. Wie berichtet, entsteht dort die neue Grundschule. Im Zuge dessen ändert sich die Verkehrsführung. Die jetzige Unterführung wird abgerissen. Auch bei der sogenannten „Dornierampel’“, also der Einfahrt zum Asto-Gewerbepark und dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen wurde bereits eine Unterführung dieser Art gebaut. „Das war nicht billig“, weiß Sturm. „Aber es gibt relativ große Fördertöpfe.“ Letztlich habe die Gemeinde die Kosten zu ermitteln. „Ich hoffe, dass wir das Thema Anfang nächsten Jahres im Gemeinderat beschließen können.“ Eine zeitnahe Umsetzung sei wünschenswert, „das haben wir uns als Ziel gesetzt“.

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