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Engagierter Chronist: Robert Volkmann.

Fotoheft

Ein Buch voller Erinnerungen

Nach der 775-Jahrfeier in Schlagenhofen bringt Robert Volkmann ein Fotoheft mit Haustafeln heraus.

Schlagenhofen – Für Jahrzehnte lag der idyllisch gelegene Inninger Ortsteil Schlagenhofen im Dornröschenschlaf. Anlässlich der 775-Jahrfeier im Mai wurde er wachgeküsst. Nach einem gelungenen Festakt soll nun ein Büchlein mit den vorgestellten Haustafeln erscheinen.

Es ist fast schon ein Alleinstellungsmerkmal, dass ein Ort, direkt am Wörthsee gelegen, relativ unentdeckt bleibt. Positive Folge: Das 250-Seelen-Dorf ist heute weitgehend so erhalten, wie es schon vor 100  Jahren der Fall war.

Ohne Umgehungsstraße: Schlagenhofen blieb ein Ort mit alten Gebäuden

Zuletzt lief Schlagenhofen vor acht Jahren Gefahr, durch eine Umgehungsstraße aus der Idylle geholt zu werden. Immerhin tummeln sich an heißen Sommertagen weit mehr als 1000 Menschen am Wörthsee. Ziel der Gemeinde war es damals, eine seeferne Trasse um das Freizeitgelände Oberndorf zu bauen. Damit wäre der Verkehr direkt an Schlagenhofen vorbei gelenkt worden. Doch das Inninger Ratsgremium hatte die Rechnung ohne die Schlagenhofener gemacht.

Unter Federführung von Chronist Robert Volkmann und Grünen-Gemeinderat Hubert Vögele fanden massive Protestaktionen statt. Volkmann erklärte zudem, dass kein Schlagenhofener Bürger je Grund für die geplante Trasse zur Verfügung stellen werde. Die Umgehungsstraße war vom Tisch, Schlagenhofen blieb ein Ort mit Historie und alten Gebäuden.

Je nach Auflage kostet das Buch zwischen 8 und 10 Euro

„Unsere Vergangenheit ist nicht nur Erbe, sie ist auch als Auftrag für die Zukunft zu verstehen, mit der Landschaft, ihren Naturschätzen, den Bauten sowie den Menschen schonend umzugehen“, mahnt Volkmann. Anlässlich der 775-Jahrfeier im Mai war bereits eine umfangreiche Festschrift erschienen. „Da es eine große Nachfrage nach den Geschichten der historischen Höfe gibt, diese aber in der Festschrift nicht ausführlich behandelt werden konnten, hatten wir die Idee, die 20 Haustafeln, die während der Festtage an den jeweiligen Häusern zu sehen waren, als Fotoheft herauszubringen“, sagte Volkmann. Wie berichtet, geben die Haustafeln einen Rückblick auf die Entstehung und die Besitzer. Unter anderem des „Gastlhofes“ der heute unter „Beim Sieber“ bekannt ist und dessen Geschichte bis 1407 zurückreicht.

„Es gibt schon 60 Interessenten. Zur besseren Kalkulation der Auflage und der Kosten des 20 Seiten dicken Werkes mit rund 100 Farbfotos werden weitere Interessenten gebeten, das Heft vorzubestellen“, bittet Volkmann. Die Kosten für das Büchlein betragen je nach Auflage zwischen acht und zehn Euro. Vorbestellungen sind unter Telefon (0 81 52) 7 05 61 oder per Mail an volkmannrobert@web.de möglich.

Von Uli Singer

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