Freiwillige Feuerwehr Walchstadt

Üben für die richtige Drohne

Die Feuerwehr Walchstadt blickt auf ein ruhiges Jahr zurück - und bekommt vielleicht eine Drohne.

Walchstadt – Auf elf Einsätze blickte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Walchstadt in ihrer Jahreshauptversammlung am Sonntag zurück, und damit auf ein eher ruhiges Jahr. „Einerseits ist es natürlich sehr schön, wenn nichts passiert“, versicherte Kommandant Alexander Seelig während seines Rechenschaftsberichts in Auings Gasthof Dietrich den 30 Besuchern. „Andererseits mag man ja auch zeigen, was man gelernt hat.“ Gerade weil die Walchstadter aber auch Kapazitäten haben, soll ihnen vom Landratsamt möglicherweise eine Drohne zur Verfügung gestellt werden.

Den Beweis, dass die Kameraden etwas können, durften die 28 Aktiven in den ersten Wochen des neuen Jahres gleich dreimal antreten: Sie rückten bei einer Rauchentwicklung in Inning aus, nahmen an einer Rettungsaktion teil und löschten gemeinsam mit anderen Wehren am Faschingsdienstag einen Wohnungsbrand in Steinebach (wir berichteten).

Dass ihnen die Freiwilligen nicht ausgehen, dafür sorgt unter anderem die vor einem guten Jahr gegründete Kinderfeuerwehr, die die Walchstadter und die Etterschlager Wehren gemeinsam leiten. Damit soll der Nachwuchs ab der ersten Grundschulklasse ans Ehrenamt herangeführt werden – und zwei der 16 kleinen Feuerwehrler wechselten seither bereits altersbedingt mit zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr. „Die Kinderfeuerwehr trägt erste Früchte“, freute sich Leiterin Petra Seelig und erntete von Josef Kraus von der Kreisbrandinspektion für die Arbeit mit dem Nachwuchs ein großes Lob. Andreas Ströbel, Vorsitzender der Jugend, zählt sieben aktive Jugendliche in seinen Reihen. Vier davon werden heuer 16 und nehmen ab dann an den Erwachsenenübungen teil, bis sie mit 18 Jahren endgültig mit den Erwachsenen ausrücken.

Freuen durfte sich Vorsitzender Leonhard Polz über vier Neuzugänge, womit die Mitgliederzahl Ende 2017 auf 105  angestiegen ist. Ebenso neu ist der Mannschaftstransporter Mercedes Sprinter.

Möglich ist auch, dass die Walchstadter im Rahmen des Katastrophenschutzes vom Landratsamt eine Drohne für Personensuche mit Infrarot erhalten. Die Kosten liegen bei etwa 30 000 Euro. Die Drohne soll von Walchstadt aus im ganzen Landkreis eingesetzt werden. Im Rahmen dieses Programms hat die Herrschinger Feuerwehr beispielsweise einen Unimog erhalten, die Söckinger Feuerwehr fährt ein großes Tanklöschfahrzeug. Damit die Walchstadter Kameraden mit der Drohne vertraut werden, wollen sie sich eine Übungsdrohne zulegen. Die etwa 3000 Euro kann der Verein stemmen, wie das Jahres-Plus von 707 Euro und der Kassenstand von 7900 Euro in David Henschels Kassenbericht zeigten.

Einen Teil davon deckt die Spende der Gemeinde, die Bürgermeisterin Christel Muggenthal überbrachte – auch als Dank für die 840 ehrenamtlich erbrachten Stunden.mk

Rubriklistenbild: © Schlaf

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