Hier wird gegraben: Im Bereich zwischen der St.-Martin-Kirche und der Kreuzung zur Seestraße ist die Etterschlager Straße in Steinebach derzeit gesperrt. Es wird eine Gasleitung verlegt.
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Hier wird gegraben: Im Bereich zwischen der St.-Martin-Kirche und der Kreuzung zur Seestraße ist die Etterschlager Straße in Steinebach derzeit gesperrt. Es wird eine Gasleitung verlegt.

Bauarbeiten laufen

Gasleitung in die Zukunft: Wörthsee will mehr umweltfreundliche Energie fördern

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Wörthsee wird grün: Mithilfe einer neuen Gasleitung möchte die Gemeinde künftig verstärkt auf umweltfreundliche Energieförderung setzen. Die Bauarbeiten dafür sind in vollem Gange – und mittlerweile zu zwei Dritteln abgeschlossen.

Wörthsee – Langsam dürfe es ruhig wieder in Richtung Normalität gehen, findet Alexandra Meier. „In letzter Zeit war es schon heftig“, räumt die Mitarbeiterin des Bauamtes in Wörthsee ein. Seit 27. Juli ist ein Großteil der Hauptstraße im Ortsteil Steinebach, ab der Unterführung bis zur Dorfstraße, aufgrund der Verlegung einer Gasleitung vollständig gesperrt. Die Folge: komplizierte Umleitungen, auf den Kopf gestellte Busfahrpläne und teilweise vollgestopfte Anwohnerstraßen. „Ein bisserl nervenaufreibend“, nennt Meier die Situation. Doch entspannt sich die Lage nun. Rund zwei Drittel der Bauarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen. Lediglich der Teilabschnitt von Etterschlager Straße/Ecke Seestraße bis zur Wörthsee-Apotheke ist bis spätestens 25. September noch gesperrt.

Im Gebiet von der Bacherner Straße bis zur Hauptstraße in Richtung Auing entsteht derzeit eine Gasleitung, mithilfe derer sich die Anwohner künftig mit Erdgas versorgen können. „Das war bisher nicht möglich“, erklärt Bürgermeisterin Christel Muggenthal. Zwar sei bereits ein nun möglicher Wechsel von Erdöl zu Erdgas eine Verbesserung bezüglich des CO2-Verbrauches, doch sieht Muggenthal in der neuen Leitung vor allem die Möglichkeit, in Zukunft noch weitere Schritte in Richtung umweltfreundlicher Energieförderung in Wörthsee zu gehen. Stichwort: synthetische Gase. „Dafür haben wir nun die Infrastruktur geschaffen“, sagt sie. Auch für das Nahwärmenetz im Neubaugebiet biete die Gasleitung neue Optionen. Muggenthal ist sicher: „Sie ebnet uns den Weg in die Zukunft.“

Dass die Anwohner der Baustelle in den vergangenen Wochen aufgrund von Lärm und erschwerter Anfahrt aufs eigene Grundstück durchaus unter dieser zu leiden hatten, das räumt die Bürgermeisterin ein. „Es war sicher nicht immer ganz einfach“, sagt sie. Doch habe sie sich in Abstimmung mit dem Gemeinderat bewusst dazu entschieden, die Arbeiten an einem Stück und möglichst während der Sommerferien vonstatten gehen zu lassen. „Das ist mir lieber, als die Arbeiten zu stückeln, und sich die ganze Sache dann ewig zieht.“ Für Ortsunkundige habe dies sicherlich zu vermehrten Wartezeiten im Straßenverkehr geführt. Doch hätten die Einheimischen sich ihrer Ansicht nach schon zu helfen gewusst. „Die finden immer ihre Schleichwege. Da mache ich mir keine Sorgen.“

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