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Hamburger verzehrfreundlich im Körbchen, den Flammkuchen gibt’s auf die Hand: Moritz Naumann (l.) und Valentin Girstenbrey vor dem Seekiosk an der Rossschwemme in Walchstadt. 

Gastronomie

Das gibt es in der neuen „Rossschwemme“ am Wörthsee

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Valentin Girstenbrey eröffnet am 22. April seinen Seekiosk an der Rossschwemme in Walchstadt.

Walchstadt – Langsam steigt die Spannung. „Ich bin jetzt schon ein bisschen aufgeregt“ sagt Valentin Girstenbrey und schiebt sich sein Käppi auf dem Kopf zurecht. Der 24-Jährige ist der zukünftige Chef des Seekiosk an der Rossschwemme in Walchstadt am Wörthsee. Am kommenden Samstag, 22. April, ist Eröffnung.

Girstenbrey ist seit seinem 18. Lebensjahr in der Gastronomie unterwegs. Familiäre Vorbelastung: Fehlanzeige. „Aber meine Familie hat mich immer unterstützt.“ Denn mit der Eröffnung seines Kiosk ist klar: Wenn die Sonne scheint und sich andere ins Gras legen, heißt es arbeiten. Und zwar immer. Doch den jungen Münchner schockt das nicht: „Mir macht das Spaß. Ich bin die letzten Jahre auch nicht im Urlaub gewesen, das hat mir nicht gefehlt.“ Im Gegenteil. Für ihn wird mit der Eröffnung des Seekiosk ein Traum wahr: „Ich wollte immer was Eigenes. Das Angestellten-Dasein ist nichts für mich.“

Zuschlag vom Gemeinderat im Februar

Girstenbrey hatte in der Gemeinderatssitzung im Februar den Zuschlag für den gemeindeeigenen Kiosk erhalten unter dem Motto „Let’s make Rossschwemme great again“ (wir berichteten) – und sich mit seinem Konzept gegen mehrere versierte Mitbewerber durchgesetzt. Der 24-Jährige führt den Kiosk, hat aber mit dem Juristen Moritz Naumann und dem Gastronomen Thomas Glashauser noch zwei Mentoren hinter sich, die ihn auch schon zum Veranstaltungskaufmann und Barista ausgebildet haben. „Ich habe keine Bedenken, dass er das hinkriegt“, sagt Moritz Naumann.

Wenige Tage vor der Eröffnung hat Girstenbrey die kleine Küche nach seinen Ansprüchen umgebaut. Der Kiosk hat einen neuen, freundlichen Anstrich erhalten, auch das Mobilar für die 70 Außensitzplätze wurde aufgehübscht. Die Brauerei ist die gleiche geblieben, die Hofbrauerei Freising. Etwa 20 000 Euro haben die neuen Kiosk-Betreiber in ihr Projekt investiert. Der Kiosk ist vorerst für drei Jahre von der Gemeinde gepachtet.

Freibier zur Eröffnung

Zur Eröffnung am nächsten Samstag will Girstenbrey richtig Gas geben: Ab 11 Uhr gibt es 200 Liter Freibier und 150 Steckerleis gratis. Außerdem wird er die gesamte Angebotspalette rauf und runterkochen und zum Probierpreis anbieten. Fürs Foto hat er mal eben einen Flammkuchen (6,50 Euro, auch vegetarisch) gezaubert, plus Hamburger und Pommes (7,50 Euro), die es in Zukunft verzehrfreundlich für die Liegewiese im Körbchen geben wird.

Den Rest hat auch das Publikum in der Hand. Denn Gastronomie ist zwar ein hartes, aber auch ein ehrliches Geschäft, erklärt Naumann. „Wenn wir fragen, ob es geschmeckt hat, ist das nicht fishing-for-compliments“, sagt er. Ein guter Gastronom lege auch Wert auf die ehrliche Meinung, selbst wenn sich der Gast dafür einen Ruck geben müsse. „Wir wollen ein Feedback.“ Und zwar direkt, und nicht anonym auf irgendwelchen Internetseiten.

Den beiden ist klar, dass die Besucher an heißen Sommertagen wohl auch mal warten werden müssen. „Es gibt nur den einen kleinen Ausschank, daran ist nichts zu ändern“, sagt Naumann. Für die kulinarischen Bestellungen verteilt Girstenbrey allerdings einen kleinen Gäste-Pager. Das sind die kleinen Geräte, die vibrieren, wenn das Essen fertig ist. „Das reicht bis zum Seeufer, das haben wir getestet“, erklärt Girstenbrey und lacht.

Das steht auf der Speisekarte

Auf der Speisekarte stehen Burger, Wraps (4,80 Euro) und Flammkuchen, aber auch Ziegenkäsesalat (6,90 Euro) und warmer Schokokuchen (2,90 Euro). Die Preise sollen moderat sein. Naumann sagt: „Das kriegen wir auch hin, weil die Pacht niedrig ist.“ Er beobachtet, dass jüngere Paare wieder öfter miteinander Essen gehen, weil oft beide arbeiten und zum Kochen keine Zeit bleibt. Da muss die Qualität natürlich stimmen, aber zu teuer darf es auch nicht sein. Konkurrenz zu den anderen Gastronomieangeboten rund um den See sieht Naumann nicht: „Wir ergänzen uns eher.“ Schließlich könne man nicht jeden Tag Burger essen, „aber auch nicht immer Schweinebraten“.

Der Sommer kann nun also kommen in der Rossschwemme am Wörthsee. Die Öffnungszeiten: je nach Wetterlage täglich von 9 bis 22 Uhr.

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