Betonpfeiler mit Stromleitung rechts, die Postfiliale links, und eine Kuppe: Die Lage entlang der Weßlinger Straße in Steinebach ist unübersichtlich. Aber es gilt dort ohnehin Tempo 30.
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Betonpfeiler mit Stromleitung rechts, die Postfiliale links, und eine Kuppe: Die Lage entlang der Weßlinger Straße in Steinebach ist unübersichtlich. Aber es gilt dort ohnehin Tempo 30.

Kirchenwirt in Steinebach

Großbaustelle mit Anfangsschwierigkeiten

Es ist gerade erst losgegangen mit den Abrissarbeiten beim Kirchenwirt in Steinebach und der dortigen Baustelle, aber schon gibt es Ärger wegen der Verkehrssituation und der Situierung der Baustromleitungen. Eine Anliegerin will das so nicht hinnehmen.

Steinebach – Im Winter fielen die Kastanien im Biergarten, im Moment werden die alten Gebäude am Kirchenwirt abgerissen: Wie berichtet, entstehen dort zwei Gebäude mit Wohnungen, einem Veranstaltungssaal und einer kleinen Ladenzeile. Der Kirchenwirt indessen wird saniert. Andrea Raabe wohnt schräg gegenüber des Areals. In ihren Augen herrscht jetzt schon wegen der Baustelle Chaos. In einem Schreiben hat sie Kontakt zum Gemeinderat hergestellt, sie wünscht sich so bald wie möglich eine Ortsbegehung.

Größtes Problem sind laut Raabe die Betonständer, die sich entlang der Etterschlager Straße, des Dahlienwegs und der Hauptstraße befinden. Sie gehören zu aufgeständerten Baustromleitungen. Schon in der Gemeinderatssitzung im Januar waren sie kurz ein Thema gewesen. Denn sie ragen in fast allen Fällen bis hinaus auf die Fahrbahn, stehen teilweise auch auf ihr und verengen sie. Beim Dahlienweg schlägt Raabe vor, die Ständer zumindest auf die nahe gelegene Wiese zu stellen, damit die Sicht nicht behindert wird. „Wie soll das werden, wenn die Kinder wieder zur Schule gehen?“, fragt sie sich. Die Ständer beim Kirchenwirt an der Hauptstraße versperren ebenfalls die Sicht, wie auch die Betonpfeiler gegenüber der Post. „Es ist nicht zu erkennen, wer auf der anderen Seite des Berges aus Richtung Kirche entgegenkommt und umgekehrt“, kritisiert Raabe. Dabei sei die Hauptstraße mit Lkw und Bussen besonders stark befahren. Nun wäre sie noch unübersichtlicher, die Fahrzeuge müssten stoppen, nicht nur für Fußgänger sei die Situation gefährlich.

Ein Problem sind in Raabes Augen auch die Parkplätze. „Das ist immer schwierig im Bereich der Weßlinger Straße beim Kirchenwirt, aber jetzt ist es noch schlimmer.“ Auf dem Parkplatz, der zur Wirtschaft gehört, stellten die Arbeiter ihre Pkw ab. Dazu zähle auch ein Bus, der meistens vor der Apotheke unter einem Baum stehe. „Das bedeutet natürlich wieder eingeschränkte Sicht.“ Für die Mitarbeiter einer Werbeagentur, der Apotheke und einer Bürogemeinschaft reichten die Parkplätze nicht. Dazu käme dann noch die Kundschaft vom Schreibwarenladen gegenüber, vom Friseur, der bald wieder öffne, Patienten einer Physiotherapiepraxis. „Wenn die Baustelle richtig losgeht, haben wir mehr Baufahrzeuge, aber der Parkplatz, der zur Wirtschaft gehört, ist dann weg.“ Dazu komme der allgemeine Durchgangsverkehr, Lieferverkehr und so weiter. „Es ist eine Frage der Zeit, bis wir den ersten Unfall haben“, glaubt Raabe. Sie wünscht sich eine Begehung „mit allen Menschen, die mit dem Bau zu tun haben“. Vor allem mit dem Architekten, „auf dessen Ausführungen ich besonders gespannt bin“.

Bürgermeisterin Christel Muggenthal ist im Bilde. Beim Baustrom jedoch sei die Lage schwierig. „Wir haben lange nach einem Stromkasten dafür gesucht, da kann man nicht irgendeinen nehmen. Er befindet sich bei der Post, daher mussten die Leitungen dort über die Straße geführt werden.“ Ja, es sei dort eng, „aber es gilt dort Tempo 30“. Die Betonpfosten seien von beiden Seiten gut zu erkennen. „Wir sind wohlüberlegt vorgegangen, es ist alles mit den Stadtwerken und Fachplanern abgestimmt und genehmigt.“ Auf die Parkplatzsituation während der Bauarbeiten habe Ute Bigale vom Bauamt ein Auge, „Sie ist jeden Tag dort.“ Was die Schulwegsicherheit anginge, kümmerten sich Schülerlotsen bei der Apotheke um die Kinder. Grundsätzlich bestehe das Problem, dass alte Dorfstraßen eng wären. „Fahrzeuge und Fußgänger haben sie früher gemeinsam benutzt und aufeinander Rücksicht genommen.“ Sie appelliere an die Verkehrsteilnehmer, der Situation entsprechend zu fahren. Die Gemeinderäte werden sich zeitnah mit dem Thema befassen.

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