+
Bei der Eröffnung herrschte noch eitel Sonnenschein.

Gastronomie

Kritik an Wirten des „Augustiner“ in Wörthsee

  • schließen

Seit eineinhalb Jahren gibt es den neuen „Augustiner“ am Seeufer des Wörthsees. Viel Ärger gab es im Vorfeld und bis heute gibt es im Ort Kritiker, die mit der Art und Weise, wie die Wirte Max und Martin Hippius den „Augustiner“ führen, nicht einverstanden sind. 

Steinebach – „Ich finde es traurig, dass es soweit kommen musste, diesen Brief zu schreiben“, sagte Birgit Dietrich (Grüne) zu Beginn der Diskussion am Dienstag im Gemeinderat. Gemeinsam hatten Grüne und WörthseeAktiv ein Schreiben vorgelegt, in dem die Kritikpunkte aufgeführt waren. Demnach gibt es regelmäßig Beschwerden darüber, dass das Freigelände der Öffentlichkeit nicht von allen Seiten und zu allen Zeiten zugänglich ist, dass die Nutzung der Grünfläche wohl nicht immer kostenfrei ist und vereinbarte Konditionen bei Versammlungen nicht eingehalten werden. Dazu kommen Verstöße gegen die Baugenehmigung, beispielsweise geparkte Fahrzeuge vor der Gaststätte und Lieferverkehr, der den Weg blockiert, eine Holzwand zu den Nachbarn und eine angeblich höhere Bestuhlung als vorgesehen.

Immer wieder werde die Freifläche für die Badenden rigoros verkleinert zugunsten der Wirtschaft, „das ist einigen übel aufgestoßen“, sagte Dietrich. Paul Grundler (WörthseeAktiv) sah die Gemeinde als Bittsteller. „Wir lassen uns treiben von dem Machen der Wirte“, sagte er, „und verlieren unser Gesicht in der Bevölkerung“.

Wirte versprechen Besserung beim Lieferverkehr

Laut Verwaltung hat zwischen den Betroffenen ein Gespräch stattgefunden, an dem neben Bürgermeisterin Christel Muggenthal und den Wirten auch Norbert Brüggen von der Brauerei Augustiner teilgenommen hat. In der Sitzung legte die Bürgermeisterin eine Art Protokoll vor. Danach ist die Freifläche länger offen, als vertraglich vereinbart. Getränkebons und Eintrittskarten seien nur im Zusammenhang mit dem Kino-Open-Air verkauft worden, „das restliche Grundstück war weiter frei zugänglich“, sagte Muggenthal. Verbesserung haben die Wirte in Bezug auf den Lieferverkehr versprochen. Die Anzahl der Tische und Stühle sei mit dem Landratsamt abgesprochen und genehmigt.

Zufrieden waren Dietrich und Grundler mit dem Status dennoch nicht. „Das Ordnungsamt wird sich nächstes Jahr damit befassen müssen“, meinte Grundler. Dietrich ärgerte sich über die Anfrage der Wirte, direkt neben dem Kiosk einen Parkplatz einrichten zu dürfen. „Das ist die Feuerwehrzufahrt, da braucht man gar nicht drüber reden.“

Bürgermeisterin Muggenthal wehrte sich gestern gegen den Vorwurf, die Gemeinde trete als Bittsteller auf. „Die Wirte sind Unternehmer und tragen ihr unternehmerisches Risiko. Da kann sich die Gemeinde nicht einmischen, solange sie sich an die Vereinbarungen halten“.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Spitzengolf in Hadorf
Sommer, Sonne, Golf. Bei den diesjährigen Starnberg Open, die zum zweiten Mal ausgetragen werden, gibt es seit gestern auf der Anlage des GC Starnberg bei …
Spitzengolf in Hadorf
Ehrlicher Finder: 94-Jähriger bekommt 3600 Euro Bargeld zurück
Sichtlich erleichtert war ein 94-Jähriger am Mittwoch in Starnberg - eine verlorene Tasche mit 3600 Euro Bargeld wurde wiedergefunden.
Ehrlicher Finder: 94-Jähriger bekommt 3600 Euro Bargeld zurück
Täter beschädigt Wildkamera und hinterlässt klare Botschaft
Eine Wildkamera hinter Gut Ried wurde beschädigt - die Polizei geht von einem Gegner der waidgerechten Jagd aus. 
Täter beschädigt Wildkamera und hinterlässt klare Botschaft
Fahrer hat bei Polizeikontrolle noch „Glück“
Bei einer Verkehrskontrolle ist ein 37-jähriger Mann in Tutzing aufgefallen. 
Fahrer hat bei Polizeikontrolle noch „Glück“

Kommentare