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Kleine Ursache, aber vielleicht große Wirkung: Probeweise haben Mitarbeiter des Landratsamts Starnberg an den Badetreppen in Oberndorf Schranken mit Flatterbändern montiert. Sie sollen die Gänse davon abhalten, über die Treppen auf die Plattformen zu watscheln.

Badegelände Oberndorf

Nächste Runde in Sachen Gänsedreck

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Schaufeln und Besen, aber auch Schranken mit Flatterbändern: Das Landratsamt Starnberg hat auf die Bitten der Badegäste reagiert und sich für die Stege des Badegeländes Oberndorf am Wörthsee Maßnahmen gegen den Gänsekot überlegt.

Wörthsee – Die Badegäste sind froh. „Ich finde es positiv, dass das Landratsamt etwas gemacht hat, was wirkungsvoll sein kann“, sagt Dr. Eckhard Tiemann, der zu den rund 120 Schwimmern zählt, die per Unterschriften Druck aufgebaut hatten.

Wie berichtet beschwerten sich nicht nur die Frühschwimmer über die starke Verkotung der großen Stege durch Gänsedreck. Tiemann bot schließlich an, einen Bogen über die Treppen zu bauen, an denen Flatterbänder hängen. Denn die Gänse gelangen meistens über die Badetreppen auf die großen Plattformen, die sie dann über Stunden hinweg so verdrecken, dass sie kaum noch begehbar sind.

Das Landratsamt betont, dass es sich bei dem Badegelände um einen Naturstrand handelt. „Das ist kein Freibad, für das man Eintritt zahlt und in dem man erwarten kann, dass alles picobello ist“, hatte Pressesprecher Stefan Diebl argumentiert. Auf freiwilliger Basis werden die Stege derzeit zweimal wöchentlich gereinigt.

Tieman findet, dass man sich dieses Steuergeld sparen könnte, wenn man die Vorschläge der Schwimmer ausprobiert. Neben dem Bogen über der Tür war das eine Schwingtür. Diese scheint aber bei starkem Badebetrieb nicht sinnvoll. Ob die jetzige Konstruktion die Belastung an Sonnentagen durch tausende Badegäste aushält, ist in Tiemanns Augen auch fraglich. „Als ich dort war, hatte jemand die Schranke festgebunden“, erzählt er dem Starnberger Merkur. Das bedeute im Umkehrschluss, dass der letzte Badegast sozusagen „das Licht ausmachen muss“. Sein Angebot, für etwa 150 Euro den Bogen zu bauen, steht weiter.

Das Landratsamt möchte die Konstruktion mit der Schranke jetzt erstmal ausprobieren, und zwar am südlichen Steg. „Wenn es was bringt, schauen wir weiter“, sagt Diebl. In den ersten Tagen hat die Konstruktion gehalten und auch geholfen. Im Gegensatz zu den Stegen, auf denen Schaufeln und Besen bereitstehen, war der südliche Steg sauber.

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