Die treibenden Kräfte der Propeller-Heads (v.l.): Tom Maak, Thomas Ebert und Manfred Schamper.

Allgäu-Orient-Rallye

Mit vollem Auto auf die Piste

Walchstadt - Es wird ernst: Heute brechen die Propeller-Heads zu ihrem großen Abenteuer auf, der Allgäu-Orient-Rallye. Im Gepäck: Jede Menge Spielzeug.  

Heute Mittag fahren der Walchstadter Manfred Schamper und die Propeller-Heads in Richtung Oberstaufen. Dort fällt am Samstagmorgen der Startschuss für die Allgäu-Orient-Rallye (wir berichteten). Vor allem hinter Schamper liegen arbeitsreiche Wochen.

Wie war das gleich nochmal: Zum elften Mal gehen insgesamt 111 Teams mit je sechs Teilnehmern und je drei Fahrzeugen an den Start, bewältigen in 14 Tagen etwa 7000 Kilometer, aber nie mehr als 666 täglich, und dürfen nur Buckelpiste fahren. Die Autos sind mindestens 20 Jahre alt oder aber höchstens 1111,11 Euro wert. Eine verrückte Veranstaltung also. 

Wie berichtet steht der Charity-Gedanke an erster Stelle, und auch nach dem Bericht in unserer Zeitung wuchs rundum Schamper die Hilfsbereitschaft. „Ich habe zwischenzeitlich nicht mehr gewusst, wohin mit all den Sachen“, sagt er. In seiner Wohnung und im Keller stapelten sich zwischenzeitlich an die 450 große und kleine Stofftiere, „die scheinen überall in rauen Mengen vorhanden zu sein“. Dazu kommen 50 Beachballspiele, bergeweise Spielzeug und ein großes Kinderparkhaus, von dem noch nicht ganz klar ist, ob und wie es ins oder auf eins der Autos passt. Bleibt eins der drei in den Teamfarben frisierten BMWs liegen, heißt es zusammenrücken, denn mindestens ein Fahrzeug muss in der Türkei ans Ziel gelangen – mit allem drin und drauf und dran. Bis dahin sind jede Menge auch irrwitzige Aufgaben zu lösen.

Einen ersten festen Termin haben die Jungs um Manfred Schamper bereits: Am 2. Mai werden sie um 16 Uhr in einem SOS-Kinderdorf in Bulgarien zum Grillfest erwartet. Bis dahin werden sich Schamper, Thomas Ebert, Christian Rickelt, Tom Maak, Torsten Fassauer und Herwig Leitner auch ein bisschen zusammenraufen müssen, denn die Arbeit lag wohl vor allem auf den Schultern von Schamper, Ebert und Maak, die beständig die Werbetrommel rührten und Spenden sammelten. Dabei kamen die Spender längst nicht nur aus dem nahen Umfeld. Eines Tages meldete sich beispielsweise der Verein Contact. Dieser unterhält in Augsburg ein Sozialkaufhaus und packte für die Aktion Kartons mit gut erhaltenem Schulmaterial. „Und für uns gab es Campingstühle dazu“, freut sich Schamper. Insgesamt besucht der gesamte Rallye-Tross drei Grundschulen auf seiner Strecke. 

Nun müssen nur noch die Autos mitmachen. Letzte technische Probleme scheinen gelöst, und auch die Klimaanlage läuft. „Da haben wir mit Kabelbinder gezaubert.“ Alles klar.

hvp

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