+
Der Vorstand der Wasserwacht (v.l.): Christoph Aumiller, Leonie Bonauer, Valentina Kaplaner, Witiko Unger und Manuel Bolkart.

Wasserwacht Wörthsee zieht Bilanz

Mehr Sicherheit nun auch unter Wasser

Steinebach - Die Wasserwacht Wörthsee hat am Wochenende eine positive Bilanz des zurückliegenden Jahres gezogen.

Nachwuchsprobleme? Nicht bei der Wasserwacht Wörthsee. Dort liegt der Altersdurschnitt der 27 aktiven Erwachsenen unter 30 Jahre – und die Jugendabteilung zählt 40 Mitglieder. Das ist erfreulich – und bringt Platzprobleme mit sich: Weil das Steinebacher BRK-Gebäude nicht groß genug ist, müssen sich die Kleinen für die Schulung in einem Kindergarten treffen. Nur einer der Gründe, warum die Freiwilligen von einem Ausbau ihres Hauses träumen. Wahr wird vorerst der Traum von der geräumigen Rettungsstation in Oberndorf, die 2019 fertig sein soll. Nur die kostspielige Ausstattung muss noch finanziert werden.

Die Wasserwacht leistete im vergangenen Jahr 56 Einsätze, zehn Absicherungen – und machte zum ersten Mal seit zwölf Jahren einen Tauchgang, erfuhren die vielen Besucher am Freitag bei der Jahresversammlung im Augustiner am Wörthsee. Die neu ausgebildeten Taucher Kevin Kawan und Niklas Lenz sorgen fortan auch unter Wasser für Sicherheit.

Gewohnt viel Arbeit gab es für die Aktiven über Wasser. Für Kopfschütteln sorgte ein r Paddler, der im Juni bei aufziehendem Gewitter die Durchsage per Polizeihubschrauber ignorierte, an Land zu gehen. Er musste von der Wasserwacht gerettet werden. Ernst wurde es auch am 30. Juli: Zwei verletzte Kinder, ein Mastbruch, ein sinkendes und ein gekentertes Boot und Schnittwunden hielten die Freiwilligen auf Trab. „Wir hätten ein drittes Boot gebrauchen können“, widerlegte Aumiller alle Gerüchte, zwei Boote seien für den kleinen See übertrieben. Ausnahmezustand herrschte, als eine geschlossene Eisdecke etwa 15 000 Besucher auf den See lockte, von denen die Helfer neun medizinisch versorgen und fünf ins Krankenhaus schaffen mussten. Für den reibungslosen Transport sorgte die Feuerwehr mit ihrem Rettungsgleiter. Die medizinische Ausbildung der Retter wiederum kam rund 200 Flüchtlingen zu Gute, die von vier Sanitätern während der Fahrt von Freilassing nach Mannheim betreut wurden.

Insgesamt 23 Mal leisteten die Ehrenamtlichen Erste Hilfe, versorgten zehn medizinische Notfälle, vollzogen 20 Sachbergungen und suchten drei Vermisste, bilanzierte der scheidende technische Leiter Lukas Messerschmidt. Witiko Unger erfreute mit schwarzen Zahlen und Jugendleiterin Leonie Bonauer mit dem ungebrochenen Zustrom an Jugendlichen. Für die Arbeit bedankten sich Karl-Heinz Anding und Markus Schmolz vom BRK sowie Vize-Bürgermeister Konrad Gritschneder – und Kreisgeschäftsführer Jan Lang kündigte an, den Freiwilligen in Oberndorf finanziell unter die Arme zu greifen.

Schließlich wurde noch gewählt: Christoph Aumiller bleibt Vorsitzender, ihn vertritt Valentina Kaplaner. Manuel Bolkart übernimmt von Lukas Messerschmidt die technische Leitung, sein Stellvertreter ist Witiko Unger, der dafür sein Amt als Kassier an Sebastian Helmrich abgibt. Jugendleiterin bleibt Leonie Bonauer.    mk

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kind von Sattelschlepper erfasst
Ein elfjähriges Kind ist am Montagnachmittag bei einem Unfall mitten in Starnberg lebensgefährlich verletzt worden. In der Stadt gibt es Behinderungen.
Kind von Sattelschlepper erfasst
Das steckt hinter dem „Ölfilm“ auf dem Starnberger See
Die Ursache des „Ölfilms“ auf dem Starnberger See ist gefunden. Sie ist ganz natürlicher Art.
Das steckt hinter dem „Ölfilm“ auf dem Starnberger See
Holz-Dieb fährt Forstwirt an
Ein Holz-Dieb wurde vom Forstwirt erwischt. Dann wurde der Täter plötzlich handgreiflich und fuhr den Forstwirt an.
Holz-Dieb fährt Forstwirt an
E-Mobilität unter Hochspannung auf dem Kirchplatz
Wie breit das Angebot an Elektroautos mittlerweile ist, zeigte sich am Sonntag beim eRuda-Stopp auf dem Starnberger Kirchplatz. 212 Teilnehme waren mit ihren Fahrzeugen …
E-Mobilität unter Hochspannung auf dem Kirchplatz

Kommentare