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Zu unscheinbar: Der Hinweis auf Anwohnerparkplätze am Anfang des Moosbichlwegs ist leicht zu übersehen. Das Schild soll nun versetzt werden.

Anwohnerversammlung

Parkausweise für Anlieger in Steinebach: Projekt läuft noch nicht rund

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Seit Juni besitzen die Anwohner am Moosbichl- und Brückenweg in Steinebach Anliegerausweise. Damit will die Gemeinde der prekären Parksituation an schönen Sommertagen begegnen. So richtig rund läuft es bei dem Projekt noch nicht, wie eine Anwohnerversammlung gezeigt hat.

Steinebach – An die 40 Betroffene hatten sich im Rathaus auf Einladung der Verwaltung versammelt, um die Lage mit der Verkehrsplanerin Nikola Richter, Bürgermeisterin Christel Muggenthal und Alexandra Meier vom Bauamt der Gemeinde zu besprechen. „Eine große Anzahl der Anwohner hat realisiert, dass Anwohnerparken auch eine Beschränkung für sie bedeutet“, fasst Muggenthal den Abend zusammen. Einige seien damit nicht einverstanden.

Betroffen sind etwa 50 Haushalte. Jeder erhält pro Autokennzeichen einen Berechtigungsschein, höchstens aber zwei. Das kostet für die Anlieger 40 Euro, für die Erstausstellung sind 45 Euro fällig. Wer den Ausweis verliert, zahlt 15 Euro Bearbeitungsgebühr für den Ersatz. Der Ausweis gilt vorerst eineinhalb Jahre und muss anschließend verlängert werden. Zusätzlich zu den Anliegerausweisen werden außerdem Besucherausweise vergeben. In ihrer Sitzung im April hatten Wörthsees Gemeinderäte die Ausgabe der Ausweise auf Empfehlung eines Verkehrsplanungsbüros beschlossen. Das Vorgehen ist mit Polizei und Behörden abgesprochen.

Bürgermeisterin: „Die Anwohner haben sich mehr Spielraum erhofft“

„Die Anwohner haben sich mehr Spielraum erhofft“, sagte Muggenthal. Zum einen wolle die Gemeinde zwar den Parksuchverkehr unterbinden. „Aber wir möchten auch, dass die Leute ihre Stellplätze nutzen und nicht den öffentlichen Raum.“ Das sei jedoch nicht so leicht zu vermittteln. „Alle möchten, dass etwas passiert und sich die Dinge bessern“, so die Bürgermeisterin. Aber Einzelne wollten ihr Verhalten nicht ändern. „Ich fürchte aber, wir können keine maßgeschneiderte Lösung anbieten.“ Im Raum habe unter anderem die Forderung nach mehr Parkausweisen pro Haushalt gestanden. „Darüber muss der Gemeinderat in seiner Septembersitzung entscheiden.“ Nach wie vor befinde sich das Projekt in einer Probephase. „Wir müssen das erst ins Laufen bringen.“

Einig waren sich alle Anwesenden darüber, dass die Beschilderung der Anwohnerparkzone Mängel aufweist. „Die Ausweisung der Halteverbote müssen wir anders strukturieren“, erklärte Muggenthal. Und auch das Schild am Anfang der Zone werde versetzt. „Wir werden mal schauen, was die Stadt München macht. Das muss auffälliger sein.“

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Schaufeln und Besen, aber auch Schranken mit Flatterbändern: Das Landratsamt Starnberg hat auf die Bitten der Badegäste reagiert und sich für die Stege des Badegeländes Oberndorf am Wörthsee Maßnahmen gegen den Gänsekot überlegt.

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