Ein Bild der Zerstörung: Das Wartehäuschen mit den eingeschlagenen Scheiben ist abgesperrt. Sogar die Feuerwehr musste zum Aufräumen kommen. Foto: Claudia Muschiol

Polizeibericht

Randale am S-Bahn-Halt Steinebach

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Am Samstagabend haben unbekannte Täter den S-Bahn-Halt in Steinebach verwüstet. Darüber ärgern sich vor allem Pendler.

Steinebach – S-Bahn-Stationen sind immer wieder Ziel von Randalierern. Was sich jedoch in den Abendstunden des vergangenen Samstags am Halt in Steinebach abgespielt hat, ist eher als Gewaltorgie zu bezeichnen – und hat spätestens den Berufspendlern am Montagmorgen die Zornesfalten ins Gesicht getrieben, als sie das Chaos gesehen haben.

Noch sind die Täter nicht gefasst

Unbekannte haben vom Wartehäuschen sämtliche sechs Glasscheiben eingeschlagen. Die Scherben lagen über mehrere Quadratmeter verteilt. Gut möglich, dass der oder die Täter ein Fahrrad in die Scheiben geschleudert hatten. Denn die Beamten der zuständigen Bundespolizeiinspektion München haben auch ein beschädigtes Rad sichergestellt. Darüber hinaus war eine Sitzbank aus der Verankerung gerissen. Dass der Fahrscheinautomat beschmiert war, fällt da fast kaum noch ins Gewicht.

Wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte die Polizei gestern noch nicht mitteilen. Sie verwies auf die laufenden Ermittlungen. Noch sind die Täter nicht gefasst.

Der zweispurige Ausbau der S 8 ist beschlossen

Vor allem für die Pendler ist der Gewaltausbruch ein großes Ärgernis. Sie beklagen schon länger die Situation am Steinebacher S-Bahn-Halt, wo es immer wieder zu Sachbeschädigungen und vereinzelt auch zu Fahrraddiebstählen kommt. Unter anderem wird nun der Ruf nach einer Videoüberwachung laut.

Bürgermeisterin Christel Muggenthal kann sich mit dem Gedanken durchaus anfreunden. „Ich hätte nichts dagegen“, sagte sie gegenüber dem Starnberger Merkur, verwies allerdings auf die Zuständigkeit der Bahn. Da der Halt abseits der Bebauung liege, funktioniere die soziale Kontrolle vor allem in den Nachtstunden nicht mehr, sagte Muggenthal. Immerhin: Der zweispurige Ausbau der S 8 ist beschlossen, auch der Halt in Steinebach muss dann aufgehübscht werden – vermutlich aber nicht vor dem Jahr 2020.

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