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Neuer Wirt in neuer Wirtschaft: Max Hippius im Augustiner am Wörthsee. 

Gastronomie am Wörthsee

Alles passt: Augustiner ist fertig

Wörthsee - Der neue Augustiner am Wörthsee ist fertig, und endlich ist auch die Genehmigung vom Landratsamt da. Am 21. Juli ist offizielle Eröffnung.

Es duftet nach Holz, aber auch schon nach Essen, in den neuen Räumen des Augustiners am Wörthsee herrscht moderate Betriebsamkeit an diesem Vormittag. Sie ist fertig, die Wirtschaft, und Wirt Max Hippius strahlt von einem Ohr zum anderen. „Ich bin sowas von happy“, sagt er. Denn endlich ist auch die Konzession des Landratsamts da. Am 21. Juli wird das Wirtshaus eröffnet, doch jetzt schon gibt es eine kleine Karte, muss niemand hungern oder dursten, wenn er neugierig ist und vorbeischaut.

 An den schweren Holzbalken der Decke nehmen Fachleute noch kosmetische Korrekturen vor, in der Küche wird schon unter Volldanmpf gearbeitet. Die Wiese des Strandbads ist noch eingezäunt, das frisch gesäte Gras braucht noch ein bisschen. Eigentlich weiß Hippius erst seit Dezember, dass er der neue Wirt des Augustiners ist. Vor vier Jahren hatte er sich schon einmal beworben, vergeblich. Nachdem das Landratsamt die Wirtschaft 2013 wegen mangelnden Brandschutzes geschlossen hatte, bewirtschaftete Hippius zwei Jahre lang den Kiosk des Strandbads. So lange dauerte es auch etwa, bis sich Augustiner und Gemeinde geeinigt hatten. Lange Diskussionen im Gemeinderat gingen dem Bau voraus, „zwischendurch stand das echt auf der Kippe“, sagt Hippius. Im Juli 2015 gab er seine Bewerbung ab, im Dezember kam das mündliche Okay. Erst drei Monate später folgte der Vertrag. 

Er selbst ist höchst zufrieden mit der Gestaltung der Wirtschaft. Der Saal mit 180 Sitzplätzen vermittelt typisch bayerische Wirtshausathmosphäre. Dazu kommen eine kleine, lichte Stube und, als Verbindungselement, die großzügige, rustikale Schwemme mit Bar – alles geschmackvoll, unaufdringlich und zeitlos eingerichtet. An dem Vier-Millionen-Euro-Projekt waren vor allem Firmen aus der Umgebung beteiligt. Die Zusammenarbeit war offensichtlich prima: „Es ist fast schade, dass die Bauzeit vorbei ist“, sagt Hippius und ist voller Respekt vor der guten Organisation und auch der Rücksicht, die auf die Nachbarn genommen wurde. Allerdings scheint auch Hippius ein verträglicher Zeitgenosse zu sein: Als Wirt des Kiosks sorgte er für eine neue Belebung der Liegewiese, die Gäste schwärmten und kamen in Scharen.

 Für das Kulinarische ist in Zukunft Robin Kinner zuständig. Er hat im Bayerischen Hof in München gelernt, aber auch schon in Asien und mit Sushi-Meistern gekocht. Doch keine Sorge: „Wir machen zwar ein bisschen Cross-Over, aber es wird vor allem bodenständige bayerische Küche geben – eben mit Pfiff“, verspricht Kinner. Und alles immer in einem „guten Preis-Geschmacksverhältnis“. Dafür kann sein Team auch noch Verstärkung gebrauchen: „Wir suchen noch Köche.“ 

Natürlich waren schon einige Wörthseer da und haben sich ein Bild gemacht vom neuen Augustiner. Bürgermeisterin Christel Muggenthal gefällt er sehr gut, „die Einrichtung ist wertig“. Begeistert waren auch die Mitglieder der Gruppierung „Wörthsee aktiv“, die einst ziemlich gewettert hatten gegen die Vergabe des Projekts an Augustiner. „Aber die fanden es auch toll“, freut sich Hippius. Bis zur Eröffnung am 21. Juli erwartet Hippius noch die neuen Gemeinderäte zum Probeessen – und auch die ehemaligen. Die Chefetage von Augustiner wird auch noch den ein oder anderen Abend mit Gästen am Wörthsee verbringen. Dann gehört der Augustiner den Bürgern. Bis dahin ist auch das Gras gewachsen.

hvp

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