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Die Hütte ist in einem desolaten Zustand: Der Erholungsflächenverein will 2019 eine neue Rettungsstation am Oberndorfer Badegelände errichten. 

Wasserwacht Wörthsee

Rettungsstation: Größer, breiter und höher

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Der Erholungsflächenverein München hat in Inning einen Vor-Vorentwurf für eine neue Rettungsstation der Wasserwacht am Oberndorfer Badegelände präsentiert.

Oberndorf – Die Wasserwachtstation Wörthsee am Oberndorfer Badegelände ist in die Jahre gekommen. So sehr, dass sogar der Boden wegbricht, berichtete Jens Besenthal am Dienstag dem Bauausschuss Inning und stellte den Gemeinderäten einen Entwurf als Diskussionsgrundlage für eine neue Station vor. Besenthal ist Geschäftsführer des Erholungsflächenvereins in München, der spätestens 2019 mit dem Neubau beginnen möchte. Und das Inninger Gremium ist zuständig, weil das Oberndorfer Badegelände zur Inninger Flur gehört.

Der Erholungsflächenverein hat das fast elf Hektar große Badegelände vom Grafen Toerring gepachtet. Damit ist er auch zuständig für die Wasserwachtstation, die am südlichsten der drei großen Badestege steht. Die bestehende Hütte wurde in den Jahren 1975/76 erbaut. „Sie entspricht nicht mehr den Anforderungen einer Rettungsstation“, sagte Besenthal. Ganz abgesehen davon, dass der Boden durchbreche. Aus Erfahrungen mit dem jüngsten Neubau in Münsing am Starnberger See weiß er, dass nicht nur die Arbeitsplatzbestimmungen strenger geworden sind, sondern auch die Vorgaben für sanitäre Anlagen. „Ein Neubau wird vom Volumen deshalb deutlich größer – breiter und höher.“

Was Besenthal und Architekt Alexander Erlsbacher mitgebracht hatten, sei ein „unverbindlicher Vorentwurf“. Das müsse man auf jeden Fall abstimmen. Erlsbacher schlug in seiner Präsentation einen zweigeteilten Bau vor, links und rechts vom Steg, miteinander verbunden durch ein gemeinsames Obergeschoss, das quasi den Durchgang zum Steg deckeln würde. In diesem Obergeschoss würde der Funkraum untergebracht sowie ein Aufenthaltsraum plus Balkon. Aus dieser Höhe seien der See und vor allem der an schönen Tagen vollbesetzte Badesteg besser zu überblicken, sagte der Architekt.

Die drei miteinander verschachtelten, rechteckigen Gebäudeteile sind freilich Geschmackssache. Der Erste, der sich dazu äußerte, war Johann Ritzer (FBB) – nicht gerade glücklich: „Muss man so eine Kiste bauen?“ Nicht nur ihm würde ein Satteldach viel besser gefallen, auch wenn das Gebäude nur vom See aus zu sehen ist, weil drumherum viele Bäume stehen. Erhaltenswerte Bäume, die dem Planer nicht viel Spielraum lassen. Gespräche mit Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde waren deshalb schon im Vorfeld geführt worden. „Was uns nicht so gefällt, sind die Gebäudeteile links und rechts“, räumte Christoph Aumiller als Wasserwachtsvorstand ein.

Der Aufenthaltsraum mit Blick über den Steg hinweg sei so erwünscht. Aber auch die Teilung des Erdgeschosses sei den Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde geschuldet, entgegnete Erlsbacher. Eine Stegverlegung, die um das Gebäude herum führen würde, wie Monika Schüßler-Kafka (FWG) und Sibylle Gerhardt (Grüne) sie sich wünschten, sei deshalb nicht möglich. Gleichwohl betonten Besenthal und Erlsbacher immer wieder, dass die im Bauausschuss aufgezeigte Möglichkeit nicht mehr als eine Diskussionsgrundlage sein soll für alle Beteiligten, vor allem auch für die Wasserwacht. Bis zum erwünschten Baubeginn sei noch viel Zeit.

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