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Aus dem „Raabe am See“ ist das „Seehaus Raabe“ geworden. Mit Holzdielen-Boden, Kamin und Ledersitzen. Michael Stannecker zählt zum Pächter-Trio und freut sich auf viele Gäste.

Neueröffnung

„Seehaus Raabe“: Ein neues Wohnzimmer für Wörthsee

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Steinebach – Es ist nicht wiederzuerkennen, das einstige Gasthaus Raabe am See. Die neuen Pächter Sonja Witiska (48), Franz Sinnreich (51) und Michael Stannecker (32) haben binnen weniger Monate ganze Arbeit geleistet und aus der zuletzt doch in die Jahre gekommenen Wirtschaft ein modernes „Seehaus Raabe“ geschaffen. Ab sofort ist geöffnet.

Die drei sind ein eingespieltes Team und gastronomieerfahren: Sinnreich betrieb 22 Jahre lang das Parkcafé in Fürstenfeldbruck, dort lernte sich das Trio auch kennen. „Wir wollten wieder was zusammen machen“, sagt Stannecker, und als sie von der Option an diesem Ort gehört hätten, von den Plänen der Eigentümer, den Raabe zu verpachten, sei die Sache auch schnell klar gewesen. „Wir haben uns verliebt in diesen Ort“, sagt Sinnreich. Tatsächlich, selbst an diesem verschneiten April-Tag ist der Blick von der Wirtschaft aus hinaus auf den See und die mit bunten Planen abgedeckten Boote, die am Steg im kalten Wind auf den Wellen schaukeln, schlichtweg ganz besonders. „Einfach Bombe“, sagt Sinnreich.

Drei Monate lang gaben sich die Handwerker im alten Raabe die Klinke in die Hand. In den letzten Wochen schließlich waren bis zu 20 Handwerker gleichzeitig vor Ort, „aber sie haben super zusammengearbeitet“, berichtet Stannecker. Auch Besitzer Thomas Bernhard sei involviert gewesen – „er hat uns sehr unterstützt, in allen Belangen“, sagt Sinnreich. Die Planung sei sehr aufwändig gewesen – doch mit dem Ergebnis sind alle glücklich.

In der Mitte des Gastraums brennt nun, von allen Seiten einsehbar, hinter Glasscheiben ein Feuer, moderne Vollholz-Möbel, Leder-Sitze und ein schöner Holz-Dielen-Boden verleihen dem ganzen Raum eine moderne, aber gemütliche Atmosphäre. An den Wänden hängen Fotos, die Szenen aus alten Zeiten am Wörthsee zeigen. Besonders stolz sind die drei auf die Akustik: „Es war uns wichtig, dass wir keinen Schall haben, es nicht zu laut ist, auch wenn Gruppen zu Gast sind“, erklärt Sinnreich. Die schönen großen Fotos dienen daher auch als Schallsegel.

Die Speisekarte des neuen „Seehaus Raabe“ bietet neben Currywurst (7,90 Euro) auch feine Currys (ab 11,90 Euro) oder auch ein Steak vom Weiderind mit allem Drum und Dran (19,90 Euro). Im Sommer soll es Fisch aus den Seen geben, und natürlich fehlt auch der berühmte Apfelstrudel (6,90 Euro) nicht, dessen Rezept Maria Bernhard wie versprochen an die jungen Pächter weitergegeben hat.

Überhaupt legt das Pächtertrio Wert auf Regionalität: „Für unseren Kaffee nehmen wir Berchtesgadener Milch – hier wird an guten Lebensmitteln nicht gespart“, bekräftigt Stannecker. Die Preise sind moderat, Cappuccino (2,30 Euro) und andere Spezialitäten entstehen in einer Barista-Siebträger-Maschine.

Thomas Bernhard, der den „Raabe am See“ 25 Jahre lang mit seiner Frau Maria führte, ist glücklich. Er war intensiv in die Umbauten involviert, „das war auch stressig“. Was aber aus dem alten Raabe geworden sei „macht uns richtig stolz. Wir sind sehr glücklich mit unseren Pächtern“. Er ist überzeugt: „Das ist das neue Wohnzimmer Wörthsees.“

Das Seehaus ist ab sofort täglich von 12 bis 23 Uhr, freitags und samstags bis 24 Uhr geöffnet. Ab 1. Mai steht auch Frühstück im Angebot, ab 9 Uhr. Bis dahin ist auch die See-Terrasse mit Holz-Möbeln ausgestattet.

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