+
Mit diesen Plakaten sucht Simon in Steinebach nach seinem Skateboard: Es ist farblich dreigeteilt, hat vorne eine braune Holzoptik mit der Aufschrift „Globe“, ist im Mittelteil türkis lackiert und im hinteren Drittel äußerst dunkel. 

Fahndungsaktion

Simon sucht sein Super-Skateboard

  • schließen

Steinebach – Da steht er, der Simon, und hält sein selbst geschriebenes Fahndungsplakat in die Kamera. Es ist aber auch zu schade, was dem elf Jahre alten Bub aus Steinebach passiert ist.

Um das ganze Drama zu verstehen, müssen wir ein Jahr zurückgehen... Da wünscht sich Simon nichts mehr als ein neues Skateboard. Er spart sein Taschengeld, sein Feriengeld, sein Geburtstagsgeld – und hat irgendwann 160 Euro zusammen, die das „Tracer Classic“ in Braun und Türkis kostet. Ein Skateboard ganz nach Simons Geschmack: „Ich mag Strecken fahren und springen“, erklärt er – und da ist dieses Board offenbar genau das Richtige.

Simon macht das Fahren jedenfalls „mega Spaß“, wie er erzählt. Wenn er zu seinem Spezl oder an den Wörthsee fährt, nimmt er sogar extra weitere Wege, um länger unterwegs sein zu können. Selbst zur Schule – Simon besucht die fünfte Klasse der Montessori-Schule in Inning – darf er das Skateboard mitnehmen. Und genau jetzt passiert das Unglück.

Es ist der vergangene Donnerstag, 7. Juli. In der Früh fährt Simon zur Bushaltestelle Maistraße gegenüber vom alten Tengelmann-Markt. Der Bus, der ihn zur Schule bringt, kommt. Simon steigt gedankenverloren ein, die Türen gehen zu – und erst in Inning merkt er, dass er sein Skateboard stehen gelassen hat. Angelehnt an einen Zaun. Die Hoffnung, dass seine Mutter das Board vielleicht später entdeckt und mitgenommen hat, zerschlägt sich. Am Nachmittag steht fest: Simons Skateboard ist weg. Daraufhin hat der Elfjährige die Plakate entworfen und in Steinebach aufgehängt. Resonanz? Bislang keine. Vielleicht kann der Starnberger Merkur helfen. Wenn Sie Simons Skateboard irgendwo gesehen haben, rufen Sie ihn bitte an: Tel.:  (0 81 53) 88 97 95. Simons Hoffnung: „Ich hoffe, dass irgendein Typ so nett ist und es mir wieder bringt.“ 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Wir sind nicht die, die randalieren“
Weßling - Die Jugendlichen fühlen sich verunglimpft, die Anwohner im Stich gelassen: In der Sitzung am Dienstag fanden Weßlings Gemeinderäte zum Thema Sicherheitsdienst …
„Wir sind nicht die, die randalieren“
Mehr Verkehr, aber weniger Lärm
Sechsspuriger Ausbau der Autobahn 96: Fachleute kündigen Beeinträchtigungen, aber auch Verbesserungen an.
Mehr Verkehr, aber weniger Lärm
Hans Schneider: Ein Leben für die Musik
Der international bekannte Musikantiquar und -verleger Prof. Hans Schneider ist im Alter von 96 Jahren gestorben.
Hans Schneider: Ein Leben für die Musik
Blutspur an Tatort in Gilching führt zu Serieneinbrecher
Gilching - Der eine Einbruch am 6. Februar in ein Schreibwarengeschäft in Gilching war offenbar zu viel. Ein kleiner Blutfleck führte die Polizei auf die Spur eines …
Blutspur an Tatort in Gilching führt zu Serieneinbrecher

Kommentare