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So soll es am Teilsrain aussehen

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Von: Hanna von Prittwitz

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Das genossenschaftliche Wohnprojekt am Teilsrain neben dem geplanten Supermarkt (Querriegel unten) von oben (Bild links). Die Anger, um die sich die Wohngebäude gruppieren (Bild rechts) sollen auch der Bevölkerung offenstehen.
Das genossenschaftliche Wohnprojekt am Teilsrain neben dem geplanten Supermarkt (Querriegel unten) von oben (Bild links). Die Anger, um die sich die Wohngebäude gruppieren (Bild rechts) sollen auch der Bevölkerung offenstehen. © Skizze: Hirner und Riehl

Eine klar strukturierte Bebauung, angeordnet um einen Anger: Das Architektenbüro Hirner und Riehl aus München hat den Wettbewerb um das genossenschaftliche Wohnprojekt am Teilsrain in Steinebach gewonnen.

Steinebach – 17 Büros waren für den Architektenwettbewerb für das genossenschaftliche Wohnprojekt am Teilsrain in Steinebach angeschrieben worden, letztlich hatten 13 ihre Planung abgegeben. Nach zwölf Stunden Beratung durch eine Jury aus Architekten, Gemeinderäten, Bürgermeisterin, Vertretern der Wohnungsgenossenschaft Wogeno und dem Verein Wohnen am Teilsrain stand es fest: Den besten Entwurf erarbeitete das Münchner Architekturbüro Hirner und Riehl.

Genossenschaftlich wohnt man anders, keine Frage. Daran orientierten sich auch die Münchner Architekten. „Als Vorbild haben wir uns den landwirtschaftlich genutzten 4-Seit-Hof genommen, der ja auch eine gemeinschaftliche Wohn- und Arbeitssituation nach außen abbildet“, erklären die Planer in der Beschreibung ihres Projekts. Unter dieser Prämisse hätten sie eine drei- bis viergeschossige, klar strukturierte Bebauung um einen Anger gruppiert, „die sich von der heterogenen, umliegenden Bebauung absetzt und ihren Anspruch an gemeinschaftliches Wohnen auch nach außen adaptiert“. Der Anger fungiere dabei als eine Art Allgemeingut: „Hier wird gegartelt, gegrillt, Tischtennis gespielt, geratscht und vieles mehr.“ Im Erdgeschoss der umliegenden Wohngebäude befinden sich danach Gemeinschaftsräume und Co-Working-Bereiche.

Die rund 65 Wohnungen werden über Laubengänge erschlossen, über Treppen gibt es einen direkten Zugang zum Anger. Die Laubengänge bieten in den Nischen Sitzplätze und wohnungsnahe Spielbereiche. Auf der Außenseite der Häuser ergänzt ein privat nutzbarer, durchlaufender Balkon das Freiraumangebot, im Erdgeschoss gibt es Terrassen. Geplant ist eine Tiefgarage, die auch über eine separate Fahrradrampe verfügen soll. In Analogie zu den traditionellen oberbayerischen Bauernhäusern mit ihrem verputzten massiven Sockel und dem in Holzbauweise erstellten Obergeschoss schlagen die Architekten ein mineralisch errichtetes Erdgeschoss mit darüber liegendem Holzbau vor. Holzlamellen gliedern die Fassade, schaffen Privatheit und übernehmen einen Teil des Sonnenschutzes

Die grüne Quartiersmitte beschreiben die Architekten als „dörflich geprägt mit blühenden Wiesen und Obstbäumen“, durchzogen von einem Wegenetz. Die Flächen können von allen Bewohnerinnen und Bewohnern genutzt werden. Für Biodiversität sorgen neben den Wiesen und Obstgehölzen auch Kräutergärten, Beerensträucher und Totholzlagerstätten.

Bürgermeisterin Christel Muggenthal war hochzufrieden. „Ich fand den Entwurf von Anfang an sehr gut“, sagte sie gestern. Er weise einen großen öffentlichen Bereich aus und berücksichtige auch den Wunsch der Gemeinde „Durchwegungen“ zu schaffen, und zwar nicht nur für die Bewohner des Projekts. „Die Architekten sind elegant mit dem Gelände umgegangen“, sagte sie.

Als nächstes wird dem Gemeinderat der Entwurf vorgestellt, im Anschluss muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. „Wenn im Frühjahr 2023 der Spatenstich stattfindet, sind wir gut“, sagte Muggenthal.

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