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Westlich des Firmen-Areals sind ein Komplex aus 30 Mietwohnungen sowie zwei Doppelhäuser geplant.

Unternehmer will bauen

Sozialer Wohnen bei Padberg

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Etterschlag – Auf die Vorstellung seines sozialen Bauprojekts bekam Unternehmer Padberg eine positive Resonanz, aber auch kritische Fragen gestellt.

Die Wörthseer Gemeinderäte hörten am Montag ganz genau hin, als Michael Padberg sein Projekt vorstellte. Schließlich möchte der Geschäftsführer der gemeindeansässigen PTC Telecom sozialen Wohnungsbau betreiben. 30 Wohnungen möchte Padberg zwischen seinem Firmen-Areal und den westlich liegenden Wohnhäusern bauen. „Es gibt eine definierte Zielgruppe“, konkretisierte Padberg: Bürger aus dem Landkreis, die in diesem auch einen Arbeitsplatz haben. Hinzu kommen sollen zwei Doppelhäuser für seinen Sohn und seinen Neffen. Investitionsvolumen: 7,5 Millionen Euro. „Der Mietpreis liegt bei unter 10 Euro und ist damit 20 bis 40 Prozent günstiger als auf dem Markt“, erklärte Padberg. 

„Es gibt keine Prämisse, ob jemand bei uns arbeitet“

Optimal also für die Anwerbung neuer Mitarbeiter von PTC Telecom? „Es gibt keine Prämisse, ob jemand bei uns arbeitet“, versichert Padberg dem Merkur. Es sei ein generelles Problem von Unternehmen aus dem Landkreis. Vor allem sollen die Wohnungen Landkreis-Bürgern zugute kommen: „Ich will keinen bezahlbaren Wohnraum für jeden schaffen. Wir möchten keinen Zuzug aus München realisieren, sondern Arbeitsplätze und Wohnraum verbinden.“ 

Doch wie lange würde die vergünstigte Miete währen? „Wir würden uns verpflichten, das günstig anzubieten. Wenn sich aber die Zinsen ändern, beispielsweise auf sechs Prozent, wäre das nicht mehr darstellbar“, äußerte Padberg. Deshalb sprach er beim Mietpreis von einer „Garantie von 10, 15 Jahren“. Wenn Mieter nicht mehr im Landkreis arbeiten, möchte Padberg deren Miete per Klausel auf ein normales Niveau anheben. Das Projekt stieß auf Wohlwollen im Gemeinderat, auch wenn es einzelne Kritikpunkte gab. „Der Riegel erschlägt einen schon mal gewaltig. Der ist höher als die Gewerbegebäude“, monierte Martina Jursch (CSU). Doch niedriger bauen könne er nicht, betonte Padberg: „Wenn ich eine normale Miete verlangen würde, würde das gehen. Der Spielraum ist bei einer Rendite von drei Prozent aber relativ begrenzt.“ Padberg betonte zugleich, es komme ihm nicht auf den Profit an. 

Padberg hofft auf Baubeginn bis Anfang 2017

Dr. Harald Lossau (Freie Wähler) wäre „eine zentralere Lage mit besserer Anbindung lieber“. Doch Padberg stellte klar: „Das Projekt ist nur ein Thema für mich, wenn wir dort bauen können.“ Schließlich sei das Grundstück bereits in seinem Besitz. Auf dem Firmen-Parkplatz könnten Arbeitnehmer tagsüber parken, danach Mieter. „So könnte er atmen.“ Bürgermeisterin Christel Muggenthal gab im Sinne des Gemeinderats „das Signal, dass wir noch Gespräche führen müssen“. Doch die grundsätzlich positive Resonanz kam bei Padberg gut an: „Mit ihren Stimmen gehe ich zum Landratsamt.“ Mit den Behörden möchte er die Umsetzung prüfen, ehe das Thema wieder im Rat auf den Tisch kommt. „Es ist ein Stück weit Eile geboten“, betont Padberg. „Wenn die Zinsen kippen, kann das Projekt kippen.“ Er hofft auf einen Baubeginn „Ende 2016, Anfang 2017 und eine Fertigstellung bis Ende 2017“

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