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Wollen den Kiosk am Badeplatz Maistraße betreiben: Florian Grabmaier (l.) und Florian Wiechert. 

Kiosk in Steinebach

Die Seebären und ihre Kiosk-Pläne

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Zwei 27-Jährige aus Steinebach haben sich ein Konzept für den Kiosk an der Wörthseestraße überlegt. Aber sie müssen sich noch gedulden.

Steinebach – Die beiden sind Haustür an Haustür in Steinebach aufgewachsen, nun wollen sie im Ort etwas bewegen: Florian Wiechert und Florian Grabmaier haben Wörthsees Gemeinderäten in der Sitzung am Montagabend ein Konzept für den Kiosk an der Wörthseestraße in Steinebach präsentiert. Das Gremium war im Großen und Ganzen begeistert. Aber wie so oft ist es nicht ganz so einfach.

Grabmaier ist Kälte- und Klimatechniker. Seit fünf Jahren hat der 27-Jährige einen eigenen Betrieb, die „5-Seen-Kälte- und Klimatechnik GmbH“. Auch Wiechert ist 27 Jahre alt und beruflich auf festen Füßen unterwegs. Der Markt- und Sozialforscher arbeitet als Exportleiter bei dem Poolfilter-Konzern Regul. Ihre Jobs wollen die beiden auch in Zukunft behalten. Aber der Kiosk an der Maistraße, über den machen sie sich schon lange Gedanken. Schließlich hockten sich die beiden hin und entwickelten ein Konzept für den Kiosk „Seebär“.

Der Kiosk liegt in der Nähe des Badeplatzes „an der Maistraße“. Zuletzt wurde das kleine Holzhüttchen von Johannes Englmeier bewirtschaftet, Geschäftsführer des Dorfladens. Im Jahr davor war eine Menge los an der Wörthseestraße: Mato Piechota, auch als Fischsemmelkönig vom Ammersee bekannt, lockte fast zu viele Besucher nach Steinebach. Die Gemeinde verlängerte die Pacht nicht.

Nun also zwei Burschen aus dem Ort. Ihr „Seebär“ soll vornehmlich tagsüber bei schönem Bade- und Ausflugswetter öffnen, mit Rücksicht auf die Nachtruhe der Anlieger. Die beiden jungen Männer wohnen jeweils nur wenige Fußminuten entfernt. „Wir wollen explizit nicht nur Besitzer des Kiosks sein, sondern auch selbst im Tagesgeschäft mitwirken und als Seebären unsere Gäste glücklich machen“, sagen sie übereinstimmend. Kunden sind in ihren Augen vor allem Familien und Anwohner in Wörthsee, für die sie einen Treffpunkt schaffen wollen. Mit einfacher Kost, die sie im Kiosk zubereiten können, und Getränken.

Nachdem das jetzige Kiosk-Gebäude baufällig ist, haben sich Wiechert und Grabmaier auch mit einer Architektin kurzgeschlossen. Ihr Konzept sieht eine Lösung mit zwei Containern vor. Einen wollen sie als Verkaufskiosk nutzen, den anderen zur Lagerung. Mit Holz umbaut, verlieren die Container optisch auch ihren üblichen Schrecken. Das Dach könnte als kleine Terrasse genutzt werden.

Grundsätzlich war die Ratsrunde beeindruckt. „Großes Lob, die Idee gefällt mir sehr gut“, sagte Konrad Gritschneder (CSU). Auch Dirk Bödicker (Wörthseeaktiv) war begeistert: „Ich finde das super.“ Aber: „Es gibt noch keinen Beschluss, was wir dort in welcher Größe überhaupt haben wollen.“ Das Problem manifestierte sich in den weiteren Beiträgen, mal ganz abgesehen von Kritik an Höhe und Volumen der Containerlösung. Die Grundsatzentscheidung will das Gremium nun erst mal treffen. Die Zeit drängt allerdings. Laut Grabmaier brauchen die beiden etwa zwei Monate Vorlauf.

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