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Supermarktbetreiber steht fest

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Von: Hanna von Prittwitz

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So soll der neue Supermarkt ausschauen.
So soll der neue Supermarkt in Steinebach ausschauen. © quest/moka-studio

Der Betreiber des geplanten Supermarkts am Teilsrain in Steinebach steht fest. Der Investor hat mit der Firma Edeka Südbayern einen Mietvertrag geschlossen. Auch am Nahwärmenetz will sich Edeka beteiligen.

Steinebach – Was für ein Supermarkt zieht an den Teilsrain in Steinebach? Das haben sich die zukünftigen Bewohner des genossenschaftlichen Wogeno-Wohnprojekts und auch die Anrainer schon länger gefragt. Seit gestern ist es offiziell: Die Quest Baukultur GmbH und Edeka Südbayern haben einen Mietvertrag unterzeichnet.

Ausschlaggebend für die Entscheidung pro Edeka sei unter anderem die Sortimentsgestaltung „mit vielen regionalen und biologisch erzeugten Lebensmitteln“ gewesen, erklärte Projektleiterin Sophie Pfaffinger. Die Erdarbeiten für den Neubau sollen im Frühling 2022 beginnen, „mit der Fertigstellung rechnen wir im Herbst 2023“. In dem neuen Supermarkt sollen etwa 40 Mitarbeiter beschäftigt werden. Die Verkaufsfläche ist mit rund 900 Quadratmetern veranschlagt, dazu kommt ein Backshop mit 80 Quadratmetern Verkaufsfläche.

„Der Supermarktbetreiber hat sich außerdem bereit erklärt, Abnehmer der zukünftigen Nahwärmeversorgung am Teilsrain zu werden“, berichtete Pfaffinger weiter. „Mit der Gemeinde Wörthsee wurde auch vereinbart, dass die Parkplatzfläche des Marktes an Sonntagen den Kirchenbesuchern zur Verfügung steht.“ So könne das hohe Parkaufkommen an den Straßen an Sonn- und Feiertagen reduziert werden. Um die Lärmimmissionen im Bereich des Marktes möglichst gering zu halten, wird die gesamte Anlieferungszone eingehaust und mit einem Schallschutztor versehen. Zudem sind die Zulieferungszeiten auf die Tageszeiten von 7 bis 22 Uhr beschränkt – all dies sind auch Festlegungen aus dem Bebauungsplan.

„Für den Bau des Nahversorgers konnten wir den Vorarlberger Architekten Prof. Hermann Kaufmann gewinnen, der sich im Holzbau einen Namen gemacht hat“, erklärte Pfaffinger. Er plane, den Markt vorwiegend in Holzbauweise zu errichten, mit sogenannten Starterwohnungen im Obergeschoss. Die 21 Wohnungen sind zwischen 28 und 63 Quadratmeter groß und sollen jungen Menschen und Familien den Start in ein eigenständiges Leben ermöglichen. „Die Wohnungen werden in einem Vorvermietungszeitraum von vier Wochen nur Wörthseer Gemeindebürgern zur Miete angeboten, um den Bedarf vorrangig in der Gemeinde zu decken“, kündigte Pfaffinger an.

Wann genau die Wogeno auf dem Nachbargrundstück des Supermarkts mit dem Bau von rund 60 Wohnungen unterschiedlicher Größe loslegt, ist noch offen. Wie berichtet, hat ein Münchner Büro den Architektenwettbewerb gewonnen, der Entwurf wird am Montagabend dem Gemeinderat vorgestellt. Noch im Frühjahr 2020 hatte der geplante Bau des Supermarkts für Aufregung und einen Bürgerentscheid gesorgt, weil im Zuge der Maßnahme ein Teil des Waldes an der Stelle gefällt werden musste.

Der Supermarkt soll die Versorgungslücke schließen, die durch die Schließung des Tengelmann an der Etterschlager Straße entstanden ist. Bürgermeisterin Christel Muggenthal ist mit der Wahl zufrieden. „Der Edeka wird die Situation für viele in dem Umkreis verbessern“, sagte sie.

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