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Auffälliges Gefährt: das Floß der Donarbichler, auf dem am Samstag ein Helferfest stattfand. 

Trachtenverein D‘Donarbichler

Einmaliges Helferfest auf Partyfloß

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So etwas hat es auf dem Wörthsee noch nicht gegeben: Mit einem selbstgebauten Partyfloß schipperten am Samstag die D‘Donarbichler über den See. Vorstand Jakob Aumiller versichert: „Das war eine einmalige Sache.“

Wörthsee –Am Samstag feierte der Steinebacher Trachtenverein D’Donarbichler ein Helferfest der besonderen Art. Auf einem speziell für diesen Anlass gebauten Floß schipperten am Samstag an die 70 Menschen über den Wörthsee. „Es war eine riesige Gaudi“, berichtete Vorstandschef Jakob Aumiller gestern. 

Die Auflagen waren hoch: Genehmigungen von Landratsamt und dem Grafen zu Toerring-Jettenbach, Eigner des Sees, mussten eingeholt, strenge Vorschriften beachtet werden. „Die Fässer beispielsweise durften nur aus der Lebensmittelbranche stammen – die haben wir uns beim Perger in Breitbrunn besorgt“, berichtet Aumiller. Ein Motor war tabu, klar. Als Boden dienten alte Tanzbodenbretter. Gewicht und Maße mussten genau berechnet und genehmigt werden. „Wenn es geregnet hätte, hätten noch zwei Zelte draufgepasst“, sagt Aumiller. Nur eine Blaskapelle, die hätte dann doch das Gewicht gesprengt. Daher kam zumindest die Musik aus der Dose.

Abgelegt wurde um 15 Uhr in Steinebach am Seegrundstück der Familie Aumiller. Mit vier Meter langen Paddeln, auch extra angefertigt, ruderten die Teilnehmer in die Mitte des Sees. Sogar ein Dixie-Klo hatten sie dabei, zwecks besserer Optik verkleidet. Ganz abgesehen natürlich von einem Grill und allem, was man für einen gemütlichen Nachmittag auf dem See braucht.

Zahlreiche Schaulustige beobachten das Treiben des Trachtenvereins vom Ufer aus. Gene Aurigemma, Betreiber des Il Kiosko, postete gleich begeistert ein Foto – und erntete heftige Kritik. „Demnächst Ballermann, einfach unverschämt“, befand eine Schreiberin. Eine andere wetterte: „Sollen sie doch in München bleiben und auf der Isar rumfahren.“ Andere hingegen fanden die Aktion spaßig: „Ist doch lustig“, oder „Ein bisschen Spaß muss sein“, ist auf Aurigemmas Facebook-Seite nachzulesen. Auch Aurigemma sah die Sache entspannt: „Wir haben so wenige schöne Tage im Jahr. Und es war auch nicht laut.“ Die Neugier trieb auch Bürgermeisterin Christel Muggenthal ans Seeufer. „Sie kam mit einem Elektroboot, um sich die Sache anzuschauen“, berichtet Aumiller. Die Gemeinde sei nicht informiert gewesen. „Aber das muss sie auch nicht sein, sie hat damit nichts zu tun, das ist allein Sache des Eigners, also des Grafen zu Toerring“, erklärt Aumiller. Um 22 Uhr kehrte das Floß ans Ufer zurück.

Dessen Auflagen beinhalten auch, dass das Floß sofort wieder auseinandergenommen wird: Gestern Nachmittag trafen also die Trachtler wieder zusammen und demontierten ihre hölzerne Partymeile. Aumiller: „Das war eine einmalige Sache, und das wird es auch bleiben.“

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