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Kleine Demonstration bei Factronix: Thomas Otto (2.v.l.) und Jens Hoefer (3.v.l.) zeigen Annette von Nordeck (gwt) und Michael Padberg (UWS), was ihr Lohn-Röntgen sichtbar macht.

Factronix will mitgestalten

Unternehmerverband UWS: Neues Mitglied mit Alleinstellungsmerkmal

  • Hanna von Prittwitz
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Der Unternehmerverband Wirtschaftsförderung Landkreis Starnberg (UWS) ist um ein Mitglied reicher. Die Firma Factronix ist nun mit im Boot.

Etterschlag – Sechs Jahre lang hat der Unternehmerverband Wirtschaftsförderung Landkreis Starnberg (UWS) um die Mitgliedschaft der Firma Factronix geworben. Dann kam Corona. Und gestern unterzeichneten die Gründer Jens Hoefer und Thomas Otto am Firmensitz in Etterschlag die Beitrittserklärung. Factronix ist das 121. Mitglied des UWS.

Das Unternehmen Factronix beschäftigt derzeit 14 Mitarbeiter. Hoefer und Otto gründeten die Firma 2007 in Alling, 2014 zogen sie nach Etterschlag. Das Unternehmen versteht sich als Zulieferer für Elektronikfertigung samt Service. Zu den rund 1700 Kunden zählen TQ Systems, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), OHB und viele mehr. Ein Alleinstellungsmerkmal dürfte das so genannte Lohn-Röntgen sein. Doch dazu später mehr.

„Schuld“ daran, dass Factronix seinen Fokus nun auch auf regionale Partner legen will und UWS-Mitglied ist, ist Annette von Nordeck. Sie ist Projektleiterin für Wirtschaftsförderung und Standortmarketing der Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg (gwt) und arbeitet mit dem UWS zusammen. Dieser zählt neben den Landkreisgemeinden, dem Bund der Selbstständigen und dem Landkreis zu den Gesellschaftern der gwt. UWS-Vorsitzender Michael Padberg stand wiederum stets mit den Gründern von Factronix in Verbindung, schließlich mietete sich das Unternehmen vor sechs Jahren bei ihm in Etterschlag ein. „Wir waren da schon Mitglied bei überregionalen Interessensverbänden, das hat mir eigentlich gereicht“, erzählt Hoefer (56).

Mit Corona jedoch änderte sich nicht nur die wirtschaftliche Lage. Sondern von Nordeck informierte die Unternehmen im Landkreis quasi rund um die Uhr, gab den Firmen Hilfestellung, machte Angebote und ließ auch an den Wochenenden nicht locker. „Das hat uns überzeugt, das Regionale in den Fokus zu nehmen“, sagt Hoefer. Regionale Zusammenarbeit und Synergien – Factronix will mitgestalten.

Hoefer geht davon aus, das Factronix trotz Einbußen von bis zu 30 Prozent „mit einem blauen Auge“ durch die Corona-Krise kommt. Thomas Otto (60) bleibt noch vorsichtig: „Jetzt kommt das Sommerloch.“ Die Mitarbeiter habe man im April massiv in Urlaub geschickt, „Kurzarbeit gab es nur ganz minimal“.

Nach der Unterzeichnung demonstrierten Otto und Hoefer ihren Röntgenapparat, der gleich im Foyer der Firma zu finden ist. Otto legte eine kleine Blackbox in den Apparat, und auf einem Bildschirm erschien das filigrane Innenleben. Firmen können so Bauteile kontrollieren, ohne sie zu zerstören. Pro Stunde zahlen sie dafür rund 250 Euro, daher der Begriff Lohn-Röntgen. Das gibt’s im Landkreis und darüber hinaus tatsächlich nur in Etterschlag bei Factronix. 

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