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Für 20 Jahre Treue wurden Laura Gerbecks (Mitte), Valentina Kaplaner (4.v.l.) und Lukas Messerschmidt (3.v.l.) von Christoph Aumiller (l.) geehrt. Manuel Bolkart (2.v.r.) nahm eine silberne Wasserwacht-Medaille entgegen und ein Dankeschön für besondere Leistungen ging an Leonie Bonauer (r. ) und die nicht anwesenden Jule Heuchert und Letizia Sauter sowie Andi Lindner. Jakob Heizer (4.v.r.) hat als einer von acht Jugendlichen den Rettungsschwimmer in Bronze absolviert. Das Abzeichen in Silber bestanden Julia Franke (2.v.l.) und Emily Jungmann (3.v.r.) als zwei von sieben Jugendlichen.

Wasserwacht Wörthsee

Engagement wächst, Platz wird eng

Die Wasserwacht Wörthsee muss nicht nur in Oberndorf, sondern auch in Steinebach improvisieren. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend deutlich.

Steinebach – Für die Wasserwacht Wörthsee wird’s eng: Die Wasserwachtklamotten trocknen nicht richtig, Schimmel kriecht die Wände hoch und vom Funkraum aus können sie nicht über den Wörthsee schauen, den sie ja bewachen sollen. Hinzu kommt ein Platzproblem, aufgrund dessen die 47 Kinder- und Jugendlichen für ihre Übungen auf das Wohlwollen anderer angewiesen sind. Die Rede ist von der BRK-Station in Steinebach. Nach Oberndorf auszuweichen ist keine Option, weil die Hütte wegen Einsturzgefahr dichtgemacht wurde. Neubauten in Oberndorf und in Steinebach sind in Planung, aber noch nicht genehmigt.

Der Gemeinderat Wörthsee ist um Lösungen bemüht, betonte Bürgermeisterin Christel Muggenthal in der Jahresversammlung. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss sein Einverständnis signalisiert, die marode Station in Steinebach zu renovieren, auszubauen oder alternativ an einer anderen Stelle neu zu bauen. Christoph Aumiller hatte ein großzügig dimensioniertes Haus vorgestellt – und wurde daraufhin wüst beschimpft. „Das war nicht mehr als eine Ideenplanung und weit weg vom Bauplan“, versicherte der Vorsitzende nun. „Uns ist sehr wohl bewusst, dass das Seeufer ein sensibler Bereich ist, wir werden nicht an unserem Bedarf und den Bedürfnissen der Bürger vorbeiplanen“, versprach er.

Die Platznot verdeutlichte Jugendleiterin Leonie Bonauer mit einem Foto ihrer Jugendtruppe, die fast ein Drittel aller Jugendlichen in der Kreis-Wasserwacht ausmache, so Karlheinz Anding vom Kreisverband. Im vergangenen Jahr wichen sie auf den Kindergarten aus, nun steht ihnen das evangelische Gemeindehaus zur Verfügung. Aber auch die Gruppe der Aktiven ist um zwei auf 32 gewachsen. Obwohl berufstätig, sind sie auch unter der Woche innerhalb weniger Minuten zur Stelle. Etwa im Januar 2017, als sie einen bewusstlosen Eissegler nur drei Minuten nach dem Notruf vom Eis zogen. Sie versorgten Knochenbrüche, einen Kreuzbrandriss oder eine Gehirnerschütterung, als Wörthsees Eisschicht unter dem Gewicht von 15 000 Erholungssuchenden ächzte.

Knapp 4200 Stunden sorgten die Freiwilligen für die Sicherheit am Wörthsee, und die Jugend leistete 1700 Stunden, so der Technische Leiter Manuel Bolkart.

Die Stundenstatistik bei den Aktiven führte Leonie Bonauer mit 351 Stunden an, dicht gefolgt von Jule Heuchert mit 333 Stunden und Kevin Kawan mit 332 Stunden. In der Jugend stand Emelie Jungmann mit 111 Stunden weit vorne, während die Zweitplatzierte Julia Franke mit knapp 62,75 Lukas Leyherr mit 62,5 Stunden um lediglich 15 Minuten schlug.

Von Michèle Kirner

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