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Rettungsstation mit Seeblick: die seit Herbst 2017 geschlossene Hütte am Steg in Oberndorf.

Wasserwacht Wörthsee

Von Steinebach aus den See im Blick

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Steinebach/Oberndorf – Unbesetzt bleibt in dieser Saison die Rettungsstation der Wasserwacht in Oberndorf am Wörthsee. Die Ehrenamtlichen versuchen von Steinebach aus, die Notfallversorgung der Badegäste rund um den See zu gewährleisten. Das klappt im Großen und Ganzen gut. Doch auch in Steinebach muss mit der Wasserwachtstation etwas passieren.

Die Schließung der Station am größten der drei Badestege in Oberdorf lag seit Jahren in der Luft. Dann ging es plötzlich ganz schnell. Seit Herbst 2017 sind nun die Türen zu. „Wir können uns jetzt nicht mit Rucksack auf den Steg setzen“, sagt Wasserwacht-Vorstand Christoph Aumiller. Ein Zettel an der Tür erklärt den Badegästen, warum die Holzhütte in dieser Saison und wohl auch der nächsten geschlossen bleibt. Zwar hatte der Erholungsflächenverein, der nach einem Vertrag aus den 70er Jahren den Neubau übernimmt, im Frühjahr der Gemeinde Inning, auf deren Grund sich Oberndorf befindet, einen Bauantrag eingereicht (wir berichteten). Seither jedoch herrscht Stille.

Dabei wird eigentlich schon ziemlich lang über den Zustand der Hütte gesprochen. „2012 war eigentlich schon bekannt, dass da was passieren muss. 2016 sollte eigentlich schon gebaut werden“, sagt Aumiller. Spätestens nach der Einweihung der neuen Wasserwachtstation in Münsing am Starnberger See hatte es dann losgehen sollen. Das war 2017. Ein bisschen enttäuscht ist Aumiller mittlerweile schon. „Ich dachte, 2018 rollt der Bagger“, sagt er. Nach den Gesprächen im Frühjahr ist nun das Jahr 2020 für den Neubau avisiert. „Aber wir bekommen davon nichts mit“, sagt Aumiller. Der Erholungsflächenverein hat sich auf eine schriftliche Anfrage des Starnberger Merkur zu dem Thema noch nicht geäußert.

Bis es soweit ist mit dem Neubau, versuchen die Ehrenamtlichen an Sonn- und Feiertagen so gut es geht, von der Hauptstation in Steinebach aus die Versorgung zu gewährleisten. Über den Notruf 112 und die Rettungsleitstelle in Fürstenfeldbruck werden die Retter informiert. „Das funktioniert bisher sehr gut“, findet Aumiller. Sechs Minuten dauert die Fahrt mit dem Rettungsboot von Steinebach rüber zum Erholungsgelände Oberndorf, „das ist innerhalb der Frist“. Und an schönen Sommertagen, an denen der See ringsum zugeparkt ist, mit dem Rettungswagen schier nicht zu toppen.

Allerdings gibt es auch bei der Station in Steinebach Probleme. Sie genügt längt nicht mehr den Anforderungen an den modernen Wachdienst. Die Bausubstanz ist schlecht, eine Beheizung kaum möglich. Dabei wäre besonders diese wichtig, um Kleidung und Material vor allem im Winter trocknen zu können. Aumiller ist jedoch sehr zuversichtlich, dass sich hier bald eine Lösung findet. „Die Gespräche mit der Gemeinde und dem Gemeinderat waren sehr positiv, alle sind sehr aufgeschlossen.“ Er hofft sehr, dass sich sowohl in Steinebach als auch in Oberndorf die Dinge positiv entwickeln. Davon verspricht er sich auch eine motivierende Wirkung auf die Mitglieder und all diejenigen, die über ein Engagement bei der Wasserwacht nachdenken.

Derzeit zählt die Wasserwacht 30 aktive Mitglieder und 50 Kinder und Jugendliche. Zum Wachdienst sind immer drei bis vier Ehrenamtliche vor Ort. Manchmal ist es aber auch eng. „Mehr aktive Mitglieder wären prima“, sagt Aumiller und hofft auf gute Neuigkeiten, möglichst zeitnah. 

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