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„Wir stehen in den Startlöchern“

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Von: Hanna von Prittwitz

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Wollen zu viert loslegen: Seefelds Seniorenbeiräte Brigitte Meyer, Wolfgang Taschner, Dr. Joachim Döffinger und Ulrike Ziegler (v.l.).
Wollen zu viert loslegen: Wörthsees Seniorenbeiräte Brigitte Meyer, Wolfgang Taschner, Dr. Joachim Döffinger und Ulrike Ziegler (v.l.). © Hanna von Prittwitz

Die Gemeinde Wörthsee hat einen neuen Seniorenbeirat. In ihrer Sitzung am Dienstagabend wählten die Gemeinderäte vier von vier Kandidaten – unter dem Vorbehalt, dass in Zukunft vier statt drei Beiräte die Interessen der Senioren vertreten. Laut Satzung sind es nämlich nur drei. Doch die vier Kandidaten machten alle einen so qualifizierten Eindruck, dass die Verwaltung zeitnah mit dem Landratsamt Kontakt aufnehmen und nachfragen will, ob sich die Satzung kurzfristig ändern lässt.

Wörthsee - Erst mal allerdings stellten sich die Kandidaten vor. Altbewährt sind Brigitte Meyer und Ulrike Ziegler. Sie wurden bereits im Oktober 2019 gewählt, gemeinsam mit Andreas Koschlig, und starteten mit viel Schwung. Dann kam Corona und bremste die drei völlig aus. „Wir wollten und wollten und durften nicht“, sagte Brigitte Meyer, die viele durch ihr Engagement für den SC Wörthsee kennen, in dessen Vorstand sie lange mitwirkte. Ulrike Ziegler (72) zog erst vor dreieinhalb Jahren nach Wörthsee. Sie war und ist im Medienbereich tätig und unterstützt ehrenamtlich die Marli Bossert Stiftung ihrer Tochter in München, die „Menschen im besten Alter“ eine Perspektive geben möchte. Andreas Koschlig, vor zwei Jahren der dritte im Bunde, hat sein Amt niedergelegt.

Dafür gab es zwei neue Bewerber. Der Anästhesist und Intensivmediziner Dr. Joachim Döffinger (68) engagiert sich bereits bei WörthseeAktiv und möchte sich für bessere Bedingungen für Menschen im Ruhestand einsetzen. Er möchte eine Anlaufstelle für ältere Mitbürger sein, Fragen und Interessen bündeln, Lösungen suchen „und die Integration zwischen Alt und Jung vorantreiben“. Engagieren will sich auch Wolfgang Taschner. Der freiberufliche Journalist will sich nicht hinsetzen und warten, „sondern aktiv auf die Senioren zugehen“. Ein Projekt liegt ihm dabei besonders am Herzen: Am neuen Quartier am Teilsrain und auch beim Kirchenwirt wünscht er sich Plätze der Begegnung – auch für die Senioren.

Die Gemeinderäte taten sich mit einer Entscheidung schwer. Die Beiräte Meyer und Ziegler hatten zuvor dafür plädiert, doch vier Beiräte zuzulassen – und dies auch schon vor längerer Zeit in einem Brief an die Verwaltung schriftlich festgehalten. Florian Tyroller (Grüne) begrüßte den Vorstoß. „Ich finde das 4er-Gremium optimal. Es ist doch ungünstig, zu sagen, einer darf nicht mitspielen.“ Das sah auch Thomas Ruckdäschel (CSU) so: „Wenn wir den Luxus von vier starken Bewerbern haben, sollten wir nichts verpassen.“ Geschäftsstellenleiterin Christa Heintel wollte den Punkt am liebsten absetzen und erst mal die Lage klären. Robert Wihan (FW) drängte jedoch zur Wahl, „dann kann das Gremium starten“. Der vierte Kandidat sei dann gesetzt. Bei der Wahl entfielen auf Meyer zwölf Stimmen, auf Döffinger elf, auf Taschner zehn und auf Ziegler neun Stimmen. Die vier wollen nun einfach schon mit der Arbeit anfangen. Meyer: „Wir stehen in den Startlöchern.“    

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