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Ralf Hannemann vor Raabes Wirtshaus: Am 30. Juli wird Abschied gefeiert.

Gastronomie

Statt Wunder eine Abschiedsparty

Steinebach - Es führt offensichtlich kein Weg dran vorbei: Am 30. Juli wird in Raabes Wirtshaus in Steinebach Abschied gefeiert. 

Nein, es ist kein Wunder geschehen, auch wenn viele noch drauf gehofft hatten: Am 30. Juli schließt Raabes Wirtshaus in Steinebach. „Wir machen eine große Abschiedsparty und am 31. ist dann zu“, kündigt Ralf Hannemann an. Wie berichtet, läuft Hannemanns Pachtvertrag aus. „Die Familie Raabe hat uns ein paar Tage dazugegeben: Wir können nach der Schließung in Ruhe ausräumen.“ Hannemann will vor allem den Pizzaofen ausbauen und im Alten Wirt in Etterschlag installieren, dessen Betreiber er ebenfalls ist. „Wir haben in Steinebach eine Menge Stammkunden, auch wegen der Pizzen, und die wollen wir unbedingt mitnehmen“, sagt er. 

19 Jahre lang gab es Raabes Wirtshaus gegenüber der St. Martinskirche in Steinebach. Besitzer sind Andrea und Wilhelm Raabe – auch als Tiger Willi bekannt. „Ich hab das damals selbst mit ausgebaut“, erzählt Hannemann. Dann hatte er die Wirtschaft allerdings über einen längeren Zeitraum verpachtet. Der Wirt hatte keinen Erfolg und musste Insolvenz anmelden. 2009 übernahm Hannemann die Wirtschaft wieder. Heute brummt der Laden – „es läuft super, macht wieder richtig Spaß dort“, freut sich Hannemann. „Wenigstens verabschieden wir uns in einem Hoch.“ Bis es wieder so weit war, hat es einige Zeit gebraucht: „Wenn ein Lokal mal runtergewirtschaftet ist, ist es schwer, es wieder aufzubauen.“

 Wie es weitergeht mit Steinebachs Ortsmitte, ist offen. Die Gemeinde hat einen Bebauungsplan für das Gebiet aufgestellt und eine Veränderungssperre erlassen. Es sollen nicht nur Wohnungen entstehen „Wir wollen auch keine drei Jahre Stillstand“, sagt Bürgermeisterin Christel Muggenthal. Sie setzt darauf, dass sich ein Investor findet, der der Familie Raabe die Immobilie abkauft und dann mit der Gemeinde Wörthsee eng zusammenarbeitet. Nach wie vor hat die Gemeinde auch Interesse an einem Kauf und das Vorkaufsrecht für die Immobilie – allerdings nicht für den veranschlagten Preis von 2,5 Millionen Euro. Laut Andrea Raabe ist das Gebäude noch nicht verkauft. „Es gibt nichts Neues“, sagte sie gestern. Mit der Gemeinde sei man im Gespräch. Mit dem Verkauf der Immobilie ist die Wörthseeerin Anneliese Hagl beauftragt.

hvp

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