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Sind für die Senioren da: Brigitte Meyer, Ulrike Ziegler und Andreas Koschlig (v.l.). 

Seniorenbeirat in Wörthsee

Ein breit aufgestelltes Trio

Brigitte Meyer, Ulrike Ziegler und Andreas Koschlig bilden erst seit wenigen Monaten den Vorstand des Seniorenbeirats in Wörthsee. Nun stellten sie sich und das aktuelle Programm des Beirats der Öffentlichkeit vor.

Wörthsee – Die Generation 60plus hat im Wörthseer Rathaus künftig eine Lobby. Zuletzt stellte sich der neu gewählte Seniorenbeirat erstmals der Öffentlichkeit vor. Brigitte Meyer, Ulrike Ziegler und Andreas Koschlig waren Anfang Juni vom Gemeinderat als Seniorenbeiräte gewählt worden. Alle zwei Monate beraumt das Trio ab jetzt Besprechungstermine im Rathaus an und ist ansonsten telefonisch zu erreichen. Der nächste Besprechungstermin findet am Dienstag, 15. Oktober (10-12 Uhr) statt.

Für Brigitte Meyer ist das Ehrenamt kein Neuland. Seit 42 Jahren wohnt die dreifache Mutter im Ort: „Meine Kinder sind hier alle zur Schule gegangen.“ Ein allseits bekanntes Gesicht ist Meyer nicht zuletzt durch ihr unermüdliches Engagement im Zeichen des Wörthseer Vereinssports und ihre jahrelange Vorstandsarbeit für den SC Wörthsee.

Ziegler bloggt für Senioren im Internet

Ulrike Ziegler (70) kommt ursprünglich aus dem Saarland und zog nach 40 Jahren Münchner Stadtleben vor eineinhalb Jahren nach Wörthsee. Den Ruhestand nahm die vierfache Mutter, dreifache Großmutter und Autorin nicht allzu wörtlich. Um Senioren für neue Perspektiven zu öffnen, bloggt Ziegler auf ihrer Internetplattform „Eigenleben“ und macht schon in der Schlagzeile deutlich: „Das beste Alter ist jetzt.“ Jahrelang war Ziegler erfolgreich im Medienbereich tätig und möchte künftig dazu beitragen, Senioren vor Vereinsamung zu bewahren. Als Fußgängerin, Rad- und Autofahrerin will die 70-Jährige zudem politische Schwerpunkte auf Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit setzen.

Andreas Koschlig lebt seit 34 Jahren in Wörthsee und freut sich auf sein sechstes Enkelkind. Anfang des Jahres habe er die Anzeige des Gemeinderats gesehen und sich sofort angesprochen gefühlt, so Koschlig, dem vor allem eines am Herzen liegt: „Gutes tun während meines Lebensabends.“ Koschlig, der sich ehrenamtlich als Schatzmeister im Gesangverein engagiert und Gründungsmitglied des Rotary-Clubs ist, sieht sich als Brückenbauer: „Um Menschen, die etwas vorsichtig sind im Leben, herüber zu begleiten.“

Theaterbesuche, ein Stammtisch und Minigolf stehen auf dem Programm 

Im Rathaussitzungssaal stellte das Trio dem eher mäßig versammelten Publikum ein breites Angebot vor. Von organisierten Theaterbesuchen, einem Seniorenstammtisch im „Augustiner“ bis zu Kegelabenden und Minigolf, einen Brunch auf dem Ammersee-Dampfer oder Hilfe für die Handy- und PC-Nutzung hat sich der Seniorenbeirat einiges vorgenommen. Vorgesehen sind zudem Vorträge zu Themen wie Vorsorge- oder Betreuungsvollmacht oder Vererbung von Vermögenswerten.

„Wir wollen eine Ergänzung sein zur Nachbarschaftshilfe“, sagt Koschlig. Den Begleiterscheinungen des Alterns müsse man angstfrei begegnen: „Ein wichtiges Thema ist Demenz. Das sind ganz normale Menschen, die das eine oder andere vergessen.“

von Nilda Höhlein

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